Steuervorteile sichern: Zunächst ältere Wertpapiere verkaufen

Der MDax kann für Anleger eine interessante Alternative zum Dax sein – teilweise mit höheren Renditeaussichten. Wer zusätzlich auf eine langfristige Strategie setzt, kann wirtschaftlich und steuerlich profitieren. (Foto: Frank Rumpenhorst)

Anleger sollten auch beim Verkauf von Wertpapieren auf eine langfristige Strategie setzen. Dann können sie nicht nur wirtschaftlich, sondern auch steuerlich profitieren.

Wer bereits seit vielen Jahren in seinem Depot Aktien hat, kann die sogenannte Fifo-Regel anwenden. Die Abkürzung steht für "First in, first out" und besagt: Anleger sollten zuerst ältere Wertpapiere verkaufen, wenn sie Gewinne realisieren wollen. Darauf macht der Bundesverband deutscher Banken (BdB) aufmerksam.

Der Grund dafür ist einfach: Haben Anleger die Papiere vor dem 31. Dezember 2008 erworben, müssen sie nämlich für die Gewinne aus den Verkäufen keine Steuern zahlen. Nach dem Stichtag gilt hingegen: Veräußern Anleger die Papiere, unterliegen die Veräußerungsgewinne einer 25-prozentigen Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Ein weiterer Ratschlag von Finanzexperten lautet: Nicht kurzfristigen Börsentrends folgen – das Auf und Ab an den Märkten sollte Anleger nicht beunruhigen. Viel besser ist es, wenn sie ihre Anlage-Strategie mit Weitblick planen. Dazu gehört auch, dass Anleger nach Alternativen zu den gängigen Titeln schauen und diese miteinander vergleichen. Darauf macht die Aktion "Finanzwissen für alle" der Fondsgesellschaften aufmerksam.

Auf dem Markt gibt es neben den 30 großen Dax-Unternehmen zahlreiche mittelgroße Unternehmen, die teilweise sogar höhere Renditen als die Dax-Titel abwerfen. So stiegen die 50 Titel des MDax beispielsweise seit Ende 2000 von 4600 auf über 20 000 Punkte – der Wert hat sich also mehr als vervierfacht. Der Dax schaffte im selben Zeitraum hingegen nur eine Steigerung von gut 6400 auf über 10 000 Punkte – was einem Anstieg von rund 55 Prozent entspricht. In der Regel können Anleger nicht in 50 Titel des MDax gleichzeitig investieren. Stattdessen besteht aber die Möglichkeit, dass Anleger breit investierende Investmentfonds oder Fonds für ihr Depot kaufen, die sich speziell am MDax ausrichten. mag
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