Eingezäunte Mittelinsel Chausseestraße: Fahrgäste kommen schlecht über die Straße

Über die Straße geht es jetzt nur noch nach rechts. (Foto: Stefan Draeger)

Mitte. Die Kreuzung Invalidenstraße / Chausseestraße ist fast fertig. Doch die Mittelinsel vor dem zweiten südlichen U-Bahnausgang ist eingezäunt. Fußgänger können dadurch die Chausseestraße Richtung Osten nicht mehr queren.

Wer aus der U-Bahnstation Naturkundemuseum kommt und auf die östliche Chausseestraße möchte, steht vor einer Barriere. Einen Überweg mit Ampel gibt es an dieser Stelle nur noch in Richtung Naturkundemuseum. Die Senatsbauverwaltung begründet das mit Sicherheitsbedenken, weil die frühere Fußgängerfurt zu weit von der Kreuzung abgesetzt war und wenige Meter nach der Fußgängerampel direkt an der Kreuzung folgte. Laut Senat gibt es eine weitere neue Ampel in Höhe der Zinnowitzer Straße und unmittelbar nördlich davon in Höhe des Behindertenaufzugs, über die man in Richtung Ostengehen kann.

Vor allem Gewerbetreibenden hatten gegen den Wegfall der Fußgängerfurt protestiert. Stefan Draeger von der SPD-Fraktion in der BVV hält die Entscheidung der Verkehrslenkung Berlin für einen "Schildbürgerstreich, den es so in der Stadt nicht noch einmal gibt". Auf der U 6-Strecke gebe es mehrere Ausgänge auf einer Mittelinsel einer viel befahrenen Straße, wie zum Beispiel am Bahnhof Französische Straße. Hier gibt es weder Ampel noch Absperrgitter; man kann die Friedrichstraße in alle Richtungen überqueren. Dreager befürchtet, dass die Leute jetzt über die Absperrung springen werden und die Unfallgefahr dadurch steigt.


Dirk Jericho / DJ
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