Sex in the City: neuer Beate-Uhse-Shop am Hackeschen Markt

Filialleiterin Uta Barkow will Workshops zu „allem Interessanten“ anbieten. (Foto: Dirk Jericho)
Berlin: Beate Uhse |

Mitte. Die Oranienburger Straße mit dem berühmten Straßenstrich am Hackeschen Markt macht ihrem Ruf aus Haupt-"Verkehrs"-Straße alle Ehre: Jetzt hat neben dem stylischen Sex-Toy-Hersteller Fun Factory auch der Erotikkonzern Beate Uhse nach zwei Jahren Enthaltsamkeit in Berlin wieder einen Sex-Shop eröffnet.

Zwei Jahre gab es keinen Beate-Uhse-Laden mehr in Berlin, nachdem das Erotikunternehmen seinen letzten Shop am Bahnhof Zoo 2014 nach 18 Jahren schließen musste. Das Beate-Uhse-Haus mit dem Erotikmuseum ist längst abgerissen. Einen neuen Standort zu finden, war nicht so einfach. Aus dem Wunschstandort gegenüber dem KaDeWe wurde nichts.

Doch jetzt hat der Erotikkonzern Beate Uhse wieder einen Berliner Flagship-Store. Direkt neben dem jungen Konkurrenten Fun Factory hat sich der Flensburger Erotik-Veteran eingerichtet.

"Perfekte Lage"

Da, wo noch vor Kurzem Büromitarbeiter in Anzügen saßen, hängen jetzt Dessous. „Perfekt“ nennt Filialleiterin Uta Barkow den neuen Standort in Mitte neben Fun Factory. Es sei reiner Zufall, dass die Firma genau dort 200 Quadratmeter auf zwei Etagen gemietet hat. Die Lage am Hackeschen Markt mit den Touristenströmen „ist optimal“, so Barkow. Ihre Konkurrenz nebenan nennt sie Mitbewerber, mit denen sie zusammenarbeitet. „Gemeinsam ziehen wir noch mehr Kunden an“, meint die 51-jährige Ladenchefin, die bis zuletzt auch den Uhse-Shop in Charlottenburg geführt hat.

Der Mitte-Store soll auch ein Zeichen dafür sein, dass Beate Uhse „längst rausgetreten ist aus der Schmuddelecke“, so Uta Barkow. Dunkle Gänge mit Videokabinen gibt es nicht. Der Laden ist stylisch eingerichtet. Im Erdgeschoss soll ein Eisenbett Lustgefühle und Neugier auf erotische Entdeckungen wecken. Eine Badewanne mit Vibratoren auf der Ablage steht für Wellness und Lifestyle – wie Beate Uhse sein erotisches Image verstanden haben möchte.

Außerdem plant Uta Barkow kostenfreie Workshops und Kurse im Laden. SM-Spezialisten wollen in Bondage-Workshops zeigen, wie man seinen Sexpartner unfallfrei zum Lustpaket verschnürt. Ob als Dozenten für bestimmte Sexpraktiken professionelle Sexarbeiter angeheuert werden, quittiert die Filialleiterin mit der Antwort, dass sie auf jeden Fall „Kenner und Könner sind“. DJ
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