Erfolgreiche Arbeit im Projekt

Neukölln. Der Bedarf an gut ausgebildeten Pflegekräften steigt ständig an. 2,5 Millionen Menschen in unserem Lande sind schon jetzt auf tägliche Pflege angewiesen.

In den nächsten 15 Jahren wird der Bedarf an Pflegekräften in Deutschland um 47 Prozent, in Berlin sogar um 56 Prozent ansteigen. Das stellte die Bertelsmann Stiftung in ihrem aktuellen Pflegereport fest. "Wir brauchen heute neue Konzepte, um nicht morgen hilflos kapitulieren zu müssen", sagt der Neuköllner Jugend- und Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU).

Vor allem sollten alte und pflegebedürftige Menschen nicht in anonymen Krankenhausbetten sterben müssen, so Liecke. "Ein würdevolles Ende mit einer dafür spezialisierten Betreuung in den eigenen vier Wänden muss möglich sein", so der Stadtrat. Dazu werde mehr Nachwuchs in den Pflegeberufen benötigt. In Neukölln ist man auf dem Gebiet seit einiger Zeit schon sehr aktiv. So sollen die Gesundheits- und Pflegeberufe attraktiver für junge Leute gemacht und in der Gesellschaft mehr gewürdigt werden.

Ein Praxisbeispiel ist das erfolgreiche Neuköllner Berufsbildungsprojekt in Kooperation mit dem Klinikunternehmen Vivantes. Dieses Projekt wurde vom Interkulturellen Beratungs- und Begegnungs-Centrum (IBBC) mit Unterstützung von Gesundheitsstadtrat Falko Liecke realisiert. Es macht Jugendliche nicht nur theoretisch, fachlich und sprachlich für die Eignungstests für Gesundheits- und Pflegeberufe fit. Sie können auch bei einem Praktikum erproben, ob der Pflegeberuf für sie wirklich in Frage kommt. Seit Beginn des Projekts wurden bereits 71 Teilnehmer in Aus- oder Weiterbildungen vermittelt.


Klaus Tessmann / KT
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