Plastikmüll vermeiden: Mitgebrachte Trinkflaschen unterwegs kostenlos auffüllen

Milena Glimbovski, Lena Gassmann und Astrid Hakenesch-Rump (v.l.) am neuen Trinkbrunnen an der Ecke Weser- und Hobrechtstraße. (Foto: Schilp)

Neukölln. Unterwegs und durstig? Abhilfe ist in Sicht. Am 13. Juli wurde die Kampagne „Refill Berlin“ offiziell gestartet – am Trinkbrunnen an der Weserstraße 212.

Die Idee: Ein blauer Aufkleber macht Orte kenntlich, die kostenlos mitgebrachte Wasserflaschen auffüllen. So wird Plastikmüll vermieden und die Umwelt geschont.

„Hamburg hat die Aktion gestartet, wir haben sie nach Berlin geholt“, sagt Lena Gassmann von „a tip: tap“, eine Initiative, die sich für frei zugängliches Leitungswasser einsetzt.

Unterstützt wird sie auch von Milena Glimbovski vom Bioladen „Original Unverpackt“, der seinen Sitz an der Wiener Straße 16 in Kreuzberg hat. Dort kann jeder, der mitmachen will, einen Sticker abholen. „Oder auch viele, denn es sollen natürlich noch mehr Verteilstationen für die Aufkleber geschaffen werden“, sagt Glimbovski.

Die Berliner Wasserbetriebe sitzen mit im Boot und haben den Druck der Sticker bezahlt. „58 Prozent der Berliner trinken am liebsten Leitungswasser, das freut uns natürlich“, so Astrid Hackenesch-Rump, Sprecherin des Versorgungsunternehmens.

Nun hoffen alle Beteiligten auf viele Mitstreiter. Läden, Cafés, Spätis, Fahrschulen, Behörden oder Firmen, die einen Wasserspender im Foyer haben – alle können das blaue Emblem an die Tür oder ans Fenster kleben, sich auf der Webseite www.refill-berlin.de in eine Karte eintragen lassen und Passanten mit dem erfrischenden und kühlen Nass versorgen.

Am Trinkbrunnen an der Ecke Hobrecht- und Weserstraße ist das jetzt schon möglich. Er ist übrigens auf Initiative der Kiezgeschäfte in der Umgebung, die Geld im Internet gesammelt haben, aufgestellt worden.

In der kalten Jahreszeit kann jeder seine Flasche im direkt benachbarten „Biosphäre“-Laden auffüllen lassen. Gesundheitliche Bedenken muss niemand haben: Das Berliner Trinkwasser ist hervorragend und die Qualität wird streng kontrolliert.

Das ist allerdings bei den alten Pumpen, die es noch vereinzelt auf Straßen und Bürgersteigen gibt, anders: „Dort fließt kein Grund-, sondern Schichtenwasser. Ich würde es nicht trinken“, sagt Hackenesch-Rump.

Die blauen Aufkleber sind auch im Kundenzentrum der Wasserbetriebe, Neue Jüdenstraße 1, zu haben. (www.bwb.de). sus

Weitere Informationen dazu gibt es auf berlin@refill-deutschland.de.
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