Richtfest: Bauprojekt "Pankower Gärten" gestartet

Zum Richtfest schlugen Gesobau-Vorstand Jörg Franzen, Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel, Bürgermeister Matthias Köhne und der Geschäftsführer der ANES GmbH, Mehmet Gezer, Zimmermannsnägel ein. (Foto: BW)
 
Das Bauprojekt Pankower Gärten, unmittelbar am Ossietzkiyplatz, ist jetzt im Rohbau fertig. (Foto: BW)

Niederschönhausen. Für ihr erstes Neubauprojekt seit 15 Jahren, die "Pankower Gärten", konnte die Wohnungsbaugesellschaft Gesobau jetzt Richtfest feiern.

An der Blankenburger Straße 3, 5, 7, der Dietzgenstraße 20 und der Buchholzer Straße 92-93 entstehen bis zum Herbst 100 Mietwohnungen. Gerade in den beliebten Ortsteil ziehen immer mehr Familien. Dem möchte das städtische Wohnungsunternehmen mit einem adäquaten Wohnungsangebot gerecht werden. Deshalb entstehen in den "Pankower Gärten" nicht nur Zwei-Zimmer-Wohnungen ab 52 Quadratmeter für Singles, sondern vor allem größere Wohnungen mit bis zu fünf Zimmern und Doppelhaushälften mit 145 Quadratmetern Wohnfläche für Familien.

Alle Häuser entstehen als sogenanntes KfW-Effizienzhaus 70. Damit sind die Betriebskosten geringer als in älteren Häusern. Zum nachhaltigen Bauen gehört für die Gesobau außerdem, dass die Wohnungen barrierearm und schwellenfrei entstehen.

Für Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) war es das erste Richtfest, das er im Bezirk Pankow besuchte. Mit Blick auf die von der Gesobau vor einem Jahr gestartete Neubauoffensive sagte er: "Ich freue mich, dass Berlin wächst und immer mehr Menschen bei uns leben wollen. Umso wichtiger ist es, zügig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften, wie die Gesobau, spielen dabei eine wichtige Rolle. Die {sbquo}Pankower Gärten’ sind ein gutes Beispiel dafür, wie wir alle zusammen Berlin familien- und kinderfreundlicher gestalten können."

Diese Auffassung bekräftigte auch Bürgermeister Matthias Köhne (SPD) zum Richtfest. Gerade Pankow wächst rasant von der Einwohnerzahl her weiter und brauche neuen Wohnraum. "Die Gesobau ist eine der wichtigsten Partnerinnen für bezahlbaren Wohnraum in unserem Bezirk", erklärt Köhne. Mit Blick auf den Senat fordert der Bürgermeister, aber nicht nur in Wohnraum, sondern auch in Infrastruktur zu investieren. Pankow brauche auch neue Schulen, Kitas und die entsprechende Verkehrsinfrastruktur.

Die neuen "Pankower Gärten" entstehen in so genannte Blockrandbebauung entlang der Dietzgenstraße und der Blankenburger Straße. Die Bebauung schließt nahtlos an das alte Haus in der Blankenburger Straße 9 an. In der Buchholzer Straße wird eine Blockrandbebauung zu einem dort stehenden viergeschossigen Gebäude hergestellt.

Im hinteren Grundstückbereich entstehen acht freistehende Häuser mit Garten. Diese werden als Doppelhaushälften an Familien vermietet. Fast unter die gesamte Baufläche wird eine Tiefgarage angelegt. Weitere Pkw-Stellplätze entstehen auf der Außenanlage des Grundstücks. Zu den drei Straßen hin entstehen im Erdgeschossbereich sechs Gewerbeeinheiten.

Entwickelt wurde und ausgeführt wird das gesamte Bauprojekt von der ANES Bauausführung Berlin GmbH. Die Gesobau tritt bei den "Pankower Gärten" als Investor auf und übernimmt die Wohnungen als Eigentümerin.

Gesobau-Vorstand Jörg Franzen erklärt zum Richtfest, dass das Unternehmen mit den "Pankower Gärten" einen neuen Teil seiner Unternehmensgeschichte starte: den Wohnungsneubau im 21. Jahrhundert. In diesem Jahr werde die Neubauoffensive des Unternehmens richtig Fahrt aufnehmen. "Wir haben derzeit in drei Ankaufprojekten bereits 275 Wohnungen in Bau", sagt er. "Weiterhin werden mehrere Gewerbeflächen entstehen und bisherige Dachböden zu Wohnraum umgebaut. Wir werden nach umfangreichen Vorplanungen und einem intensiven Dialog mit dem Bezirk außerdem mit dem Bau von weiteren 450 Wohnungen beginnen." Die Gesobau prüfe laufend weitere Grundstücke, um in den kommenden Jahren mehrere 1000 Wohnungen neu errichten zu können.


Bernd Wähner / BW
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