Nummernstraße 201 erhielt den Namen Beatrice Zweig

Susanne Bach, Matthias Köhne und Jens-Holger Kirchner enthüllten das neue Namensschild. (Foto: BW)

Niederschönhausen. Die Straße 201 trägt jetzt den Namen Beatrice-Zweig-Straße. Die Umbenennung nahmen vor wenigen Tagen die Sprecherin des Pankower Frauenbeirats, Susanne Bach, Bürgermeister Matthias Köhne (SPD) und Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) vor.

Die provisorisch mit der Nummer 201 bezeichnete Straße sollte, so wie alle anderen 135 Nummernstraßen im Bezirk auch, endlich einen richtigen Namen erhalten. Für diese Straße bot sich Beatrice Zweig als Namensgeberin an, da die Künstlerin ganz in der Nähe, in der Homeyerstraße wohnte.

Die Beatrice-Zweig-Straße befindet sich zwischen Heinrich-Mann-Straße und Homeyerstraße. Beantragt wurde die Benennung vom Frauenbeirat Pankow. Dieser möchte das Andenken an die Malerin Beatrice Zweig (1892-1971) bewahren und deren Leistung würdigen.

Beatrice Zweig wurde am 27. Mai 1892 in Berlin geboren. Im Alter von 16 Jahren lernte sie Arnold Zweig kennen. Sie heiratete ihn im Kriegsjahr 1916 in München. Mit ihm hatte sie die Söhne Michael (1920) und Adam (1924). Anfang der 30er-Jahre besuchte sie eine Kunstschule und wurde Malerin.

Die Familie Zweig musste aber 1933 aus Deutschland fliehen. 15 Jahre lang lebte Beatrice Zweig in Palästina. In diesem sonnigen Land fand die Malerin viele Motive. Es entstanden Landschaftsmalereien, Aquarelle und Ölbilder in leuchtenden Farben.

1948 kam die Familie nach Deutschland zurück, obwohl Beatrice Zweig das gar nicht wollte. Im zerbombten Berlin litt sie zunächst an Depressionen. Die legten sich erst, als die Familie 1950 in das Haus in der Homeyerstraße 13 zog. Hier fand Beatrice Zweig auch wieder Ruhe zum Malen.


Bernd Wähner / BW
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