Mit Köpfchen Kohle sparen: Jährlich werden neue Energiemanager ausgebildet

Tuvana, Lukas und Oskar sind Energiemanager an der Homer-Grundschule. Gemeinsam mit Schulstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (2.v. re.) und Schulleiter Uwe Blachnik (hinten links) präsentierten sie die neue „Köpfchen statt Kohle“-Plakette am Schulhaus, zum anderen die neue Projektbroschüre. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Pankower Schulen, die beim Energieeinsparprojekt „Köpfchen statt Kohle“ mitmachen, sind künftig auch als solche gekennzeichnet: Sie erhalten eine entsprechende Plakette.

Auf einer Rundtour durch vier „Köpfchen statt Kohle“-Schulen wurden die ersten Plaketten von Schulstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD) enthüllt. Diese Plaketten befinden sich an der Homer-Grundschule, an der Grundschule unter den Bäumen, an der Klecks-Grundschule und an der Bötzow-Grundschule.

An all diesen Schulen werden jedes Jahr neue Energiemanager ausgebildet und eingesetzt. Außerdem ist dort in den vergangenen Jahren in die Gebäudeausstattung investiert worden, beispielsweise in energiesparende Heizungstechnik oder in dichte Fenster.

Ziel des Projektes „Köpfchen statt Kohle“ ist es, gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Hausmeistern Möglichkeiten zu finden, den Energieverbrauch an Schulen zu senken. Seit 2010 unterstützt die stratum GmbH die Schulen dabei im Auftrage des Bezirksamtes.

Das Team um Projektleiter Richard Häusler hilft den Schulen unter anderem dabei, Energiemanager auszubilden und sie mit der Einzelraumsteuerung der Heizungen vertraut zu machen. Außerdem gibt es von allen Beteiligten immer wieder Anregungen, wo man Energie einsparen könnte. Das Projekt ist so erfolgreich, dass inzwischen 17 Schulen aus dem gesamten Bezirk teilnehmen. Ganz neu macht in diesem Jahr die Grundschule am Sandhaus aus Buch mit.

„Das Projekt läuft an jeder Schule ganz individuell ab“, erklärt Richard Häusler. In einigen gibt es Arbeitsgemeinschaften, die sich mit der Energieeinsparung auseinandersetzen und aus denen sich die Energiemanager rekrutieren. In anderen Schulen gibt es Projektgruppen und Profilkurse zu den Themen Energie und Klima, beziehungsweise zum Thema Raumluft in den Klassenräumen.

In etlichen Schulen sind die Energiemanager inzwischen so fit, dass sie einen direkten Zugang zur Heizungssteuerung erhalten haben. Sie dürfen per Computer die Thermostate eigenständig einstellen und die Temperatur in den Klassenräumen überwachen.

Eine weitere Facette des Projektes ist die Lernwerkstatt Energie an der Karower Robert-Havemann-Oberschule. Dort finden Fortbildungen für Pädagogen zum Thema Energie statt. Zum anderen können Schulklassen hier Projekttage verbringen und zum Beispiel eigene Solarmodelle bauen. BW

Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf http://koepfchenstattkohle.org/.
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