Hohe Auszeichnung: Ehrenpräsident erhält Bezirksmedaille

Günter Josuks wurde mit der Pankower Bezirksmedaille 2016 ausgezeichnet. (Foto: Bernd Wähner)
 
Günter Josuks ist das beste Beispiel für einen fitten Senioren. Beim Pankower Seniorensportfest im vergangenen Sommer bewies er viel Kondition. Die legte er auch in seinen Ehrenämtern an den Tag. (Foto: Bernd Wähner)

Pankow. Günter Josuks ist der neue Träger der neuen Pankower Bezirksmedaille. Damit ist er der erste Mann, der die höchste Auszeichnung vom Bezirk erhält.

Auf dem Neujahrsempfang 2016 von Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und Bezirksamt wurde die Pankower Bezirksmedaille zum dritten Mal verliehen. Mit Günter Josuks erhielt diesmal der Ehrenpräsident des Bezirkssportbundes diese Auszeichnung. Damit wird jedes Jahr ein Bürger geehrt, der sich freiwillig, selbstlos und unentgeltlich für das Gemeinwohl im Bezirk engagiert. Vorschlagsberechtigt sind das Bezirksamt und die Fraktionen der BVV. Eine gemeinsame Jury entscheidet, wer die Medaille erhält.

Nach den bisherigen Preisträgerinnen Ruth Misselwitz (2014) und Renate Stark (2015) wurde nun erstmals ein Mann ausgezeichnet, der mit viel Engagement im Bezirk etwas bewegte: Günter Josuks führte die Dachorganisation der Pankower Sportvereine von 2005 bis 2011 als Präsident. Danach wurde er zu ihrem Ehrenpräsidenten gewählt. Als solcher steht er dem Bezirksportbund nach wie vor mit Rat und Tat zu Seite, organisiert zum Beispiel das alljährliche Pankower Seniorensportfest im Sommer mit.

Bereits seit frühester Jugend ist der 1942 geborene eng mit dem Sport verbunden. Zahlreiche Lorbeeren erntete Günter Josuks als Kanu-Sportler. Er war nicht nur Mitglied der Nationalmannschaft, sondern unter anderem auch mehrfacher Jugend- und DDR-Meister. Später war er aktiver Fußballer, unter anderem beim 1. FC Union Berlin und bei Medizin Buch.

Vielen Sportlern des Bezirks wurde er als Vorsitzender des Pankower DTSB Deutschen Turn- und Sportbundes ein verlässlicher Partner. Nach der Wiedervereinigung Berlins und der Vereinigung der Sportverbände in der Stadt arbeitete Günter Josuks als erster ehrenamtlicher Geschäftsführer des Bezirkssportbundes Pankow. In dieser Funktion versuchte er für die Sportvereine des Bezirks so viel wie möglich zu erreichen. Unter anderem setzte er sich für die Sanierung von Sporthallen und Sportplätzen ein. Außerdem gelang es ihm, die Vereine im Bezirk davon zu überzeugen, wie wichtig es ist, gemeinsam Interessen der Sportler durchzusetzen.

Heute zählt der Pankower Bezirkssportbund (BSB) mit seinen zirka 130 Mitgliedsvereinen zu den größten in der Stadt. Für sein Engagement wurde Günter Josuks vom Landesportbund (LSB) unter anderem mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Das ist die höchste Auszeichnung beim LSB. „Nie hat er aus seinem Engagement eine große Sache gemacht, sondern die anstehenden Aufgaben mit einer großen Selbstverständlichkeit und vielen Ideen einfach in die Hand genommen“, sagt Vorjahrespreisträgerin Renate Stark in ihrer Laudatio.

Dass er sich über viele Jahre so für den Sport engagieren konnte, ist auch seiner Frau Bärbel zu verdanken, mit der er inzwischen 51 Jahre verheiratet ist. „Sie hat mir immer den Rücken freigehalten“, sagt Günter Josuks. Mit seinen über 70 Jahren hält er sich immer noch mit Sport fit. Seit 39 Jahren spielt er Volleyball beim TSV Buch. Mit seiner Mannschaft nimmt er regelmäßig erfolgreich an deutschlandweiten Oldie-Cups Ü70 teil.

Aber nicht nur für die Senioren engagiert sich Günter Josuks, sondern auch für Kinder-Sportaktionen setzt sich der vierfache Groß- und inzwischen sogar Urgroßvater ein. Beispielsweise organisiert er die Ferienaktion „Sport-Spiel-Spaß“ für Kinder und Jugendliche mit, die in den Schulferien nicht verreisen können.

Nach der Auszeichnung gibt sich Günter Josuks bescheiden. Er widmet sie allen im Sport ehrenamtlich Tätigen: „Denn alles, was ich für den Sport erreicht habe, ging nur mit Unterstützung vieler Ehrenamtlicher. Das hätte ich nie allein geschafft.“ Gemeinsame Anstrengungen von Politik und Sport wünscht sich Günter Josuks in seinen Dankesworten bei der Lösung aktueller Probleme. Durch die Besetzung von Sporthallen, um in ihnen Flüchtlinge unterzubringen, gehen großen Sportvereinen Trainingsflächen und-zeiten verloren. Hier müsse gemeinsam nach kreativen Lösungen gesucht werden, sagt er. BW
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