Zeit und Kraft verschenken: Der Bezirk ehrt engagierte Ehrenamtliche

Die diesjährigen Ehrenamtspreisträger und Bezirkspolitiker stellten sich für ein Gruppenfoto im Rathausfoyer zusammen. (Foto: Renate Erbert)

Pankow. Über den „Ehrenpreis für ehrenamtlich Tätige 2016“ können sich in diesem Jahr fünf Preisträger freuen.

Dieser Preis wird immer Ende des Jahres von der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) verliehen. Vorschläge kann jeder einreichen, der das besondere Engagement einer Einzelperson, einer Gruppe, eines Vereins oder einer Initiative für herausragend hält. In diesem Jahr gab es wieder so viele Vorschläge, dass es der Preisjury nicht leicht fiel, sich auf fünf Preisträger zu einigen.

Ausgezeichnet wurde Martin Schultz. Er engagiert sich seit Jahren in Depressions-Selbsthilfegruppen des Stadtteilzentrums Pankow. Sich einzugestehen, dass sie unter einer Depression leiden, ist für die meisten Menschen nicht einfach. „Es braucht auf jeden Fall Mut, sich der Situation zu stellen“, sagt die Verordnete Claudia Steinke (CDU), die die Laudatio hielt. „Dann kann es sehr hilfreich sein, Menschen zu begegnen, die diese oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Martin Schultz ist so ein Mensch.“ Der Ehrenamtliche ist seit Jahrzehnten selbst betroffen. Seit vier Jahren widmet er sich der verantwortungsvollen Aufgabe, anderen zu helfen und Mut zu machen. Außerdem ist Martin Schultz ehrenamtlich im Klinikbeirat des St. Josef-Krankenhauses tätig und als Vorstandsmitglied der Deutschen Depressionsliga aktiv.

Völlig andersartig ist das Engagement von Reinhard Graffunder. Dieser setzt sich seit vielen Jahren für die Pflege und Erhaltung der Grünanlage am Wasserturm in Prenzlauer Berg ein. Die Grünfläche im Szeneviertel ist vor allem nach lauen Sommernächten total vermüllt. Bereits in frühesten Morgenstunden mache sich dann Reinhard Graffunder daran, bis zu fünf Stunden lang ehrenamtlich den Müll wegzuräumen, berichtet Laudatorin Almut Tharan (Bündnis 90/Die Grünen).

Ein weiterer Preisträger ist Hansjürgen Zurth. Seit Jahren ist er gern gesehener Zeitzeuge in Schulklassen und bei Kindergruppen in Wilhelmsruh. Außerdem ist er auch als Schachtrainer für Kinder ehrenamtlich aktiv.

Neben den drei Einzelpersonen zeichnete die BVV zwei Initiativen aus: den Unterstützerkreis des Willkommensnetzwerks Pankow hilft!, der die Arbeit Ehrenamtlicher in Flüchtlingsunterkünften koordiniert, sowie die Gruppe von Ehrenamtlichen, die seit 24 Jahren das Trommel- und Familienfest Rakatak vorbereiten. BW
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