Gesobau und Ostkreuz unterstützen Familien in Notsituationen

Gesobau-Sozialmanagerin Helene Böhm, Ostkreuz-Geschäftsführer Michael Hofert, Jugendstadträtin Christine Keil und Gesobau-Prokurist Lars Holborn. (Foto: BW)

Pankow. Jungen Eltern in schwierigen Lebenssituationen bezahlbaren Wohnraum sowie kostenfreie Beratung und Behördenbegleitung anbieten: In dieser Sache arbeiten die Wohnungsbaugesellschaft Gesobau und der Jugendhilfeträger Ostkreuz gGmbH zusammen.

Beide initiierten ein Mutter-Kind-Wohnprojekt zur Unterstützung junger Familien in besonderen Lebenssituationen. Für allein erziehende junge Mütter und Väter ohne Job ist es fast aussichtslos, eine eigene Wohnung zu bekommen. Ihnen droht die Obdachlosigkeit. Wenn sie bei Vermietern ihre Lebensumstände schildern, lehnen diese zumeist ab. Um solche jungen Eltern kümmert sich die gemeinnützige Gesellschaft Ostkreuz. Sie mietet Wohnungen und bietet den jungen Eltern betreutes Wohnen an. Sozialarbeiter und Pädagogen helfen ihnen bei der Erledigung von Behördengängen. Außerdem planen sie mit ihnen den weiteren Lebensweg. Bei allen Unterstützungen geht es natürlich auch um das Wohl der Kinder.

Allerdings ist es für den anerkannten Jugendhilfeträger nicht einfach, Partner in der Wohnungswirtschaft zu finden, die bereit sind, bezahlbaren Wohnraum für solche Zwecke zu vermieten. Bei den Kundenbetreuerinnen der Gesobau stieß Michael Hofert, der Geschäftsführer der Ostkreuz Geschäfts- und Beratungsstelle Pankow, aber auf offene Ohren. Ostkreuz überzeugte von Anfang an mit einem soliden Konzept und Zuverlässigkeit. Inzwischen hat der Jugendhilfe-Träger 14 Wohnungen bei der Gesobau in Pankow angemietet. In diesen werden die jungen Eltern auf das Führen eines eigenen Haushalts und die Bewältigung des Alltags mit ihren Kindern vorbereitet. Zwei Kleinstfamilien haben sogar dank der Unterstützung von Ostkreuz einen regulären Mietvertrag mit der Gesobau abgeschlossen.

Eine dieser jungen Mieterinnen ist Anna-Christin Tölner. Die 25-Jährige hat einen siebenjährigen Sohn. Manches in ihrem jungen Leben lief nicht so glatt. Mit Unterstützung von Ostkreuz läuft bei ihr inzwischen alles in geordneten Bahnen, erzählt sie. Sie ist gerade dabei, ihren Mittleren Schulabschluss nachzuholen, und dann wird die weitere berufliche Zukunft geplant. Weil es bei ihr inzwischen so gut läuft, konnte sie auch einen regulären Mietvertrag mit der Gesobau abschließen. "Ohne die Kooperation von Ostkreuz und Gesobau hätte das wohl nicht geklappt", sagt sie.

Vom Gemeinschaftsprojekt profitieren aber nicht nur die jungen Eltern, sondern auch Mitarbeiter der Gesobau. Fachkräfte von Ostkreuz beraten inzwischen regelmäßig Kundenbetreuer des Wohnungsunternehmens, wenn diese auf komplexe soziale Problemsituationen stoßen oder es Konflikte mit Mietparteien gibt. Für Pankows Jugendstadträtin Christine Keil (Die Linke) ist diese Kooperation ein beispielgebendes Projekt. "Gemeinsam haben Gesobau und Ostkreuz einen guten und verbindlichen Weg gefunden, wichtige Prozesse der Familienbildung nachhaltig zu fördern", sagt sie. Derzeit werden in Pankow 99 Familien vom Jugendamt beraten und betreut. "Deshalb wünsche ich mir, dass noch andere Unternehmen dem Beispiel der Gesobau folgen und ebenfalls bezahlbaren Wohnraum für solche Projekte zur Verfügung stellen", sagt sie.

Lars Holborn, der Prokurist der Gesobau für Pankow, kann die Intentionen der Jugendstadträtin aus der Erfahrung seines Unternehmens heraus bestätigen. "Junge Familien brauchen starke Partner. Gemeinsam mit Ostkreuz haben wir verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen, damit auch solche Familien, die Hilfe benötigen, gut gedeihen können."


Bernd Wähner / BW
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