Modellprojekt für Generationenwohnen an der Sredzkistraße eröffnet

Hausbewohner, Architekten und Politiker freuten sich mit Genossenschaftsvorstand Peter Weber (5. von links), dass die Bauarbeiten abgeschlossen sind. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Das Wohnhaus in der Sredzkistraße 44 ist kaum wiederzuerkennen. Nach gut zwei Jahren Sanierung und Ausbau konnte das erste Berliner „Musterhaus zum Generationenwohnen“ offiziell eröffnet werden.

Elf Wohnungen bieten ein Zuhause für Menschen aller Altersgruppen – mit und ohne Behinderung. Außerdem entstand im Erdgeschoss eine Musterwohnung. In dieser kann sich jeder über das altesgerechte Wohnen informieren. Dass dieses Projekt von der Wohnungsgenossenschaft Selbstbau im Kiez am Kollwitzplatz umgesetzt werden konnte, ist zahlreichen Unterstützern und Förderern zu verdanken. Denn noch vor zwei Jahren sah dieses Haus noch völlig marode aus. Die Genossenschaft übernahm das Gebäude von der Gewobag. „Wir konnten dann mit Wohnungsbaugesellschaft einen Erbbauvertrag mit 99 Jahren Laufzeit abschließen“, so Peter Weber vom Vorstand.

Doch mit der Übernahme stand die Genossenschaft vor einer großen Herausforderung. Abzusehen war, dass viel Geld investiert werden muss. Fördermittel vom Land, wie sie noch vor 20 Jahren in diesen Kiez flossen, waren nicht mehr zu erwarten. Doch dann wurde die Idee geboren, dieses Haus zu einem Modellprojekt für das Generationenwohnen zu entwickeln. Für diese Idee konnte die Genossenschaft gleich drei Bundesministerien begeistern: das Familienministerium, das Bau- und Umweltministerium sowie das Wirtschafts- und Energieministerium.

Diese förderten die ökologische und barrierefreie Sanierung des Hauses und den Aufbau des neuen Informationszentrums für das Generationenwohnen. Zur offiziellen Eröffnung kam Ralf Kleindiek (SPD), Staatssekretär im Bundesfamilienministerium. Er verfolgte in den vergangenen zwei Jahren das Baugeschehen und ist beeindruckt: „Ich kann kaum in Worte fassen, wie sich dieses Haus verändert hat. Man muss das miterlebt und gesehen haben, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was hier geleistet wurde.“ Für den Staatssekretär ist klar: „Die Bundesmittel sind hier sehr gut angelegtes Geld.“ BW

Das Informationszentrum hat montags von 11 bis 14 Uhr sowie dienstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
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