Bezirksamt ist an der Fröbelstraße jetzt Mieter

Der Gebäudekomplex an der Fröbelstraße 17 gehört jetzt der BIM. Das Bezirksamt ist nur noch Mieter. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Das Bezirksamt hat sich von seinem größten Verwaltungsstandort getrennt. Der Gebäudekomplex an der Fröbelstraße 17 gehört jetzt der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM).

Aber die Bezirksverwaltung wird weiterhin Gebäude auf dem weitläufigen Areal als Mieter nutzen. Unter anderem befinden sich das Bürgeramt Prenzlauer Berg, das Ordnungsamt und das Sozialamt sowie das Büro und der Saal der Bezirksverordnetenversammlung an der Fröbelstraße 17.

Dass die Bezirksverwaltung hier Mieter wird, das war eigentlichen nicht das ursprüngliche Ziel. Um den Haushalt zu entlasten, verfolgte die BVV ursprünglich ein anderes Ziel. Sie wollte eine, für eine moderne Verwaltung geeignetere Immobilie anmieten. Die alten Gemäuer zwischen Fröbelstraße und Prenzlauer Allee sollten dann denkmalgerecht saniert werden. Danach hätte hier zum Beispiel ein genossenschaftlicher Gewerbehof für Unternehmen aus der Kreativwirtschaft ein Zuhause finden können.

Der Senat sprach sich allerdings gegen die Anmietung eines modernen Gebäudes aus. Es wurde entschieden, dass die BIM die Immobilie übernimmt. Ihre Aufgabe ist es nun, den Verwaltungssitz innerhalb der nächsten zehn Jahre zu sanieren. Sowohl für die hier tätigen Mitarbeiter, als auch für die Bürger sollen nach und nach zeitgemäße Arbeits- und Nutzungsbedingungen geschaffen werden.

Im Oktober stimmte das Abgeordnetenhaus dem Vorhaben zu, dass die Fröbelstraße 17 in das Sondervermögen des Landes Berlin übernommen wird, berichtet Christine Keil (Die Linke), Stadträtin für Facility Management. Dieses Sondervermögen wird von der BIM verwaltet. Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses genehmigte außerdem die Bedingungen für die Anmietung des Grundstücks durch das Bezirksamt Pankow.

Sofort nach allen Zustimmungen begann die BIM mit dem Vergabeverfahren für die Planung der Sanierung. Die Vergabe soll im Sommer erfolgen. Ein Jahr später sollen die Sanierungspläne vorliegen. Dann werden die Bauleistungen, so wie es Vorschrift ist, EU-weit ausgeschrieben. Vor 2018 ist also nicht mit einem Sanierungsbeginn zu rechnen. BW
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