Jugendmuseum entwirft Projekte für geflüchtete Kinder

"Ich weiß noch nicht" heißt das aktuelle Projekt zur Berufsorientierung. (Foto: Jugendmuseum)
Berlin: Jugendmuseum Schöneberg |

Schöneberg. Mit dem Thema Migration und Bevölkerungsvielfalt ist das Jugendmuseum seit Jahren vertraut. Ausstellungen tragen die Namen „Heimat Berlin“ und „Villa Global“. Jetzt wurden neue Projekte speziell auf geflüchtete Kinder und Jugendliche abgestimmt.

Ein Jahr lang wird das Projekt „Meine Nachbarschaft und ich“ von der Telekom im Rahmen ihrer Initiative „Ich kann was!“ gefördert. Flüchtlingskinder im Alter von neun bis zwölf Jahren aus dem Übergangswohnheim in Marienfelde erkunden zunächst mithilfe von Methoden aus der Spiel- und Theaterpädagogik ihr derzeitiges Lebensumfeld. Danach werden sie die Ausstellung „Villa Global“ im Jugendmuseum besuchen. Dort erhalten sie anhand konkreter Lebensgeschichten Einblicke in das vielfältige Zusammenleben in Berlin.

Gleichzeitig, so hofft Petra Zwaka, Leiterin der bezirklichen Museen, werden die Kinder angeregt, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Am Ende soll ein sogenannter Willkommenskit stehen. Kinder haben ihn für Kinder erarbeitet. Er gibt eine erste Orientierungshilfe für den Alltag in Berlin. Auf Anfrage bietet das Museum in der Hauptstraße 40, übrigens auch für Erwachsene, Führungen für Flüchtlinge an.

Beim Berufsorientierungsprojekt „Ich weiß (noch) nicht, was ich will“, an dem seit 2015 auch die „Internationalen Klassen“ teilnehmen, tauschen sich Kinder spielerisch zum Thema Arbeit und Berufe aus. Dazu können sie im Museum eigene Szenen gestalten und Linolschnitte anfertigen. Das Projekt läuft noch bis Ende 2017 und wird aus Mitteln des Bundesförderprogramms „Soziale Stadt“ finanziert.

Geöffnet ist das Museum Montag bis Donnerstag und am Wochenende 14 bis 18 Uhr, Freitag 9 bis 14 Uhr, für Klassen und Gruppen nach Vereinbarung unter  902 77 6163. Der Eintritt ist frei. KEN

Informationen unter www.jugendmuseum.de.
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