Rot-Grün sieht Teil der Schöneberger Schleife akut gefährdet

Schöneberg. SPD und Grüne halten die Wannseebahngraben-Planung für akut gefährdet.

Die Sorge der rot-grünen Zählgemeinschaft in der Bezirksverordnetenversammlung: Werde nicht umgehend mit dem Bau und der Umgestaltung des Grünzugs für die Schöneberger Schleife am sogenannten Wannseebahngraben begonnen, dann verstreiche der Termin für das Fällen einzelner Bäume und es verfalle bewilligtes Fördergeld in Höhe von drei Millionen Euro.

Die Fraktionschefs Jan Rauchfuß (SPD) und Jörn Oltmann (Bündnis 90/Die Grünen) befürchten einen "immensen Schaden" für den Bezirk, sollte der kombinierte Rad- und Fußweg nicht gebaut werden. Das wäre ein "Affront gegenüber all den Bürgern, die sich in der Vergangenheit für die Erleichterung des Nord-Süd-Radverkehrs stark gemacht und sich bei den zahllosen Anhörungen mit etlichen Verbesserungsvorschlägen aktiv in die Planung eingebracht haben".

Rauchfuß und Oltmann zeigen wenig Verständnis für die Kritik der Bürgerinitiative "Crellekiez Zukunft", die sich gegen jegliche Baumfällung am Wannseebahngraben wendet. Das seien nur lautstark vorgetragene Wünsche einzelner Anwohner. Der CDU-Fraktion in der BVV werfen die beiden Politiker vor, der "parlamentarische Arm" der Bürgerinitiative und "Sprachrohr der jeweils radikalsten Einwohneranträge" zu sein. Verantwortliches parlamentarisches Handeln orientiere sich hingegen an den Interessen aller Bürger, so Rauchfuß und Oltmann übereinstimmend.

In einer Einwohnerversammlung im Rathaus Schöneberg hatte die Deutsche Bahn deutlich gemacht, dass sie zu Änderungen an der Planung aus Sicherheitsgründen weder bereit noch in der Lage sei. Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) will die aktuelle Planung jedenfalls rasch umsetzen.


Karen Noetzel / KEN
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