Triple für den MitternachtsSport: Verein will Projekt ausweiten

Preisverleihung: Aymen Ben-Hatira, Ismail Öner, Änis Ben-Hatira ("Großer Bruder" des MitternachtsSport e.V.,)

Johannes B.Kerner (Unterstützer des MitternachtsSport e.V.), Abidin Öner und Kristof Wagner. (Foto: Privat)

Spandau. Das Triple ist perfekt: Nach dem Integrations-Bambi 2013 und dem Integrationspreis des Deutschen Fußballbundes 2014 hat das Spandauer Projekt MitternachtsSport den Laureus-Award gewonnen.

Die Auszeichnung gilt auch als Oscar des Sports. Er wurde zum elften Mal von der Laureus-Stiftung verliehen, die von Mercedes Benz und dem Schweizer Uhrenhersteller IWC unterstützt wird. Sie würdigt unter dem Motto "Sport für Good" Personen und Projekte, die sich durch ihr soziales Engagement im Sport nachhaltig hervorgetan haben.

In der Begründung der Jury heißt es: „MitternachtsSport eröffnet den Teilnehmern eine sportliche Herausforderung sowie die Chance, Respekt, Toleranz, Fairplay und ein echtes Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Dass sie damit spielerisch auch deutlich bessere Zukunftsperspektiven für die jungen Menschen schaffen, ist ein tolles und nachhaltiges Ziel des Projekts."

Der Spandauer Sozialarbeiter Ismail Öner, der das Projekt vor acht Jahren ins Leben rief und seitdem leitet, erhielt als Person schon 2013 den Botschafterpreis der Bundesregierung. Er sagt zur neuen Auszeichnung: ,,Der Gewinn des Sport-Oscars ist eine riesengroße Ehre und eine tolle Anerkennung für die Arbeit, die wir nun seit acht Jahren leisten. Doch werden wir uns wie bei den Preisen zuvor nicht darauf ausruhen, denn Stillstand ist Rückschritt.“

So wird der Verein 2016 in der Altstadt ein Jugendcafé eröffnen, und seine Aktivitäten auf weitere Berliner Bezirke ausweiten. Das Konzept, Jugendlichen insbesondere an Wochenenden kostenlose Sportangebote zu machen, wurde mit Hilfe des Bundesliga-Stiftung auf Wuppertal ausgeweitet, wo etwa Gonzalo Castro von Borussia Dortmund das Projekt als "Großer Bruder" unterstützt.

Partner des Vereins sind Hertha BSC und die Krankenkasse AOK, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat das Projekt zudem aus Landesmitteln abgesichert. CS
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