Radler gefährden Senioren: Uferzone am Brauereihof ist Fußgängerzone

Raed Saleh (links) organisierte mit seinem Team eine Pflanzaktion für die Katharinenhof-Bewohner. (Foto: Christian Schindler)
Berlin: Katharinenhof im Uferpalais |

Spandau. Mit einer Pflanzaktion an der Seniorenresidenz Katharinenhof, Brauereihof 19, feierten der SPD-Abgeordnete Raed Saleh und seine Mitarbeiter einen kleinen Erfolg für die dortigen Bewohner.

Raed Saleh zeigt auf ein Fahrradverbotsschild vor der Uferpromenade vor dem Katharinenhof, und sagt: „Versprechen gehalten.“ Anfang des Jahres hatte Mitglieder des Heimbeirates des Katharinenhofes gleich mehrere Probleme der Bewohner angesprochen: Rücksichtslose Radfahrer, die zwischen Gebäude und Ufer entlang rasen, Geruchsbelästigung durch den Fäkalientank eines Bootsanlegers, und wenig gepflegte Grünflächen im umgebenden öffentlichen Straßenland.

Seit Mai steht nun ein Fahrradverbotsschild für die Radler, die aus Richtung Altstadt kommen. Allerdings: Viele halten sich nicht daran. Selbst beim Ortstermin wird durch die von der anderen Seite als Fußgängerzone ausgewiesene Fläche gerast. Auf die Schilder angesprochen, sind Pöbeleien der Radler die Folge. Saleh will sich nun bei Polizei und Ordnungsamt dafür einsetzen, dass vor Ort ab und zu kontrolliert wird.

Das Umweltschutzamt kann wenig tun

Das zweite Problem ist dann schon schwieriger zu lösen: Direkt am Ufer befindet sich eine Bootsanlegestelle mit einem Serviceschiff, auf dem die Schiffer ihre Fäkalientanks entleeren können. Dabei kommt es laut Heinz Stenzel, Vorsitzender des Heimbeirates im Katharinenhof, immer wieder zu Geruchsbelästigungen. Auf eine Anfrage des SPD-Bezirksverordneten Jochen Anders hin bestätigte Umweltschutzstadtrat Carsten-Michael Röding (CDU), dass auch dem Bezirksamt Beschwerden über Geruchsbelästigungen bekannt seien. Das Amt habe sich auch vor Ort ein Bild, gemacht, aber leider „keine ordnungsrechtliche Handhabe“. Die Spandauer SPD sucht nun nach alternativen Möglichkeiten, das von den Anwohnern angesprochene Problem zu beheben.

Am 16. Juni schließlich trommelte Saleh sein Wahlkampfteam für eine Pflanzaktion zusammen: Rund um den Katharinenhof blühen nun auch Blumen. CS
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