Lernen im neuen Pavillon: Nach zwei Jahren wieder geregelter Unterricht an der Sachsenwald-Grundschule

Bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune haben die Schüler gemeinsam mit Bürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski ihren neuen Pavillon freigegeben. (Foto: K. Rabe)

Steglitz. Es war nach den Osterferien 2015, als die Schulleitung der Sachsenwald-Grundschule die Hiobsbotschaft erhielt: Der Unterrichtspavillon hinter dem Schulhof muss sofort gesperrt werden. Fast zwei Jahre später ist nun der komplett sanierte Pavillon eingeweiht worden. Die Schüler können wieder in ihrem gewohnten Umfeld lernen. Ohne Einschränkungen.

Schulleiterin Kornelia Weyand erinnert sich noch gut daran: „Es sollte ein schöner erster Unterrichtstag nach den Osterferien werden. Doch dann bekamen wir die Aufforderung, den Unterrichtspavillon mit sofortiger Wirkung zu schließen.“ Der Grund für die Maßnahme war die Sicherheit der Schüler. An einem baugleichen Pavillon der Mühlenau-Grundschule wurden erhebliche Schäden an der Statik festgestellt. Auch beim Bau an der Sachsenwald-Grundschule wurden Schäden vermutet und dann auch festgestellt.

Jetzt hieß es schnell handeln. Die sechsten Klassen und die gesamte Hortbetreuung brauchten neue Räumlichkeiten. Als Übergangslösung wurden Stützpfeiler in den Pavillon eingebaut, die Räume konnten für ein Jahr wieder genutzt werden. Dabei war klar, dass das Gebäude komplett saniert werden muss.

730 000 Euro waren dafür nötig. Cerstin Richter-Kotowski, damals noch Bildungsstadträtin, beantragte die Mittel, im Mai vorigen Jahres konnte die Maßnahme beginnen. Doch vorher musste geklärt werden, wo die vierten Klassen während der Bauarbeiten untergebracht werden. Die Idee, für diese Zeit in die nahe gelegene Schmitt-Ott-Schule auszuweichen, nahmen die Eltern mit Skepsis auf. „Aber die Schulverwaltung hat die Sorgen der Eltern angehört und Lösungen gefunden“, erinnert sich Kornelia Weyand.

Es wurde ein Schulbus zur Verfügung gestellt, ebenso Geld für einige Spielgeräte auf dem Schulhof. Auch viele Eltern hätten mit angepackt und die Ausweichschule „schön gemacht“, freut sich die Schulleiterin über das große Engagement aller Beteiligten. Noch größer ist die Freude aber, dass die Sanierung pünktlich beendet wurde. Daran hatte keiner so richtig geglaubt.

Dass die Ausgliederung einer ganzen Klassenstufe letztlich so gut geklappt hatte, dafür bedankte sich auch Cerstin Richter-Kotowski, die nun als Bürgermeisterin den frisch sanierten, schmucken Pavillon freigab. Er verfügt jetzt über sieben Klassen- und einen Hortraum. Wovon viele Schulen nur träumen können, sind die Toiletten. Auf jeder der beiden Etagen gibt es jeweils Mädchen- und Jugentoiletten. Im Erdgeschoss ist zudem eine behindertengerechte Toilette für die inklusive Schule entstanden. KaR
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