Für das Tempelhofer Feld wird ein Entwicklungs- und Pflegeplan erarbeitet

Wie geht es weiter auf dem ehemaligen Flugfeld? Antworten soll ein breit angelegtes Partizipationsverfahren unter Beteiligung der Bevölkerung liefern. (Foto: HDK)

Tempelhof. Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller (SPD), und der unabhängige Koordinator Tilmann Heuser, Geschäftsführer des BUND Berlin, haben am 27. September das Partizipationsverfahren zwecks Entwicklung eines Verfahrens- und Beteiligungskonzeptes für das Tempelhofer Feld gestartet.

Entsprechend dem im Juni nach dem Volksentscheid in Kraft getretenen THF-Gesetz, wonach die riesige Freifläche nicht bebaut werden darf, soll unter möglichst breiter Beteiligung der Bevölkerung für die künftige Nutzung und Entwicklung des Tempelhofer Feldes ein Entwicklungs- und Pflegeplan (EPP) erarbeitet werden. Aber nicht nur der Entwicklungs- und Pflegeplan, sondern auch schon der Weg dorthin soll gemeinsam auf breiter Basis festgelegt werden.

"Mit dem Entwicklungs- und Pflegeplan soll gemeinsam geplant werden, wie die wertvolle Natur geschützt, die Historie des Ortes erlebbar wird und die Möglichkeiten für Erholung, Freizeit und Sport weiterentwickelt werden können. In einem ersten Schritt sollen gemeinsam Ziele, Grundsätze, Struktur und Spielregeln für die gemeinsame Planung festgelegt werden, "um anschließend in eine breite, offene, wie auch gut strukturierte Diskussion über die Inhalte einzutreten", beschreibt Heuser das Vorgehen. Bereits die ersten Gespräche mit zahlreichen Akteuren der Zivilgesellschaft, der Verwaltung und Politik hätten gezeigt, "wie viel Wissen über und gute Ideen für das Tempelhofer Feld vorhanden sind". Das Aufgreifen dieser vielfältigen Anregungen sei eine "gute Grundlage für ein breit getragenes und zukunftsfähiges Konzept des Tempelhofer Feldes".

Nach der Eröffnungsveranstaltung bei der Senator Müller und sein Koordinator Heuser den ersten Entwurf des Verfahrens- und Beteiligungskonzeptes für die weitere Diskussion vorgestellt haben, ist der Auftakt für die inhaltliche Diskussion des Entwicklungs- und Pflegeplanes für November vorgesehen. Dann können auch Vorschläge für die weitere Entwicklung des Tempelhofer Feldes eingereicht werden. Die Berliner Woche wird rechtzeitig informieren. Senator Müller freut sich auf einen konstruktiven und breiten Dialog über das, "was in Zukunft im Rahmen des THF-Gesetzes auf dem Feld entstehen kann" und wünscht allen Beteiligten viel Erfolg.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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