Drei Chinesinnen spielen Mühle: Ausstellung illustriert Kulturaustausch zwischen Europa und China

Chinesische Damen beim Brettspiel in europäischer Umgebung. Das Bild entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. (Foto: Museum für Völkerkunde Hamburg)
Berlin: Kunstbibliothek |

Tiergarten. Auf einem Bild spielen drei vornehme Damen in barockem Interieur Mühle, während eine vierte auf einem Tablett Tee in zierlichen Tässchen mit Deckel hereinbringt.

Nur auf den zweiten Blick ist an dieser an sich nicht ungewöhnlichen galanten Szene zu entdecken, dass es Chinesinnen sind, die das Brettspiel spielen. Die Kunstbibliothek am Kulturforum illustriert in einer Sonderausstellung den kulturellen Austausch zwischen China und Europa vom Ende des 17. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Schau macht anhand von rund 100 Kupferstichen, Fotos, Porzellanen, Gemälden und kunsthandwerklichen Stücken deutlich, wie sich das Verständnis Chinas in Europa und Europas in China in Architektur, Kunst und Kunstgewerbe über 250 Jahre entfalten konnte.

„Wechselblicke. Zwischen China und Europa 1669-1907“ präsentiert Sammlungsstücke des Museums für Asiatische Kunst, des Kunstgewerbemuseums, der Kunstbibliothek und der Staatsbibliothek sowie Leihgaben anderer öffentlicher Sammlungen. Am 21. Oktober um 15 Uhr können Besucher bei einer öffentlichen Führung aus fachkundigem Mund Näheres zur Ausstellung erfahren. „Wechselblicke“ ist in Zusammenarbeit mit der Max-Planck-Forschungsgruppe „Objects in the Contact Zone – The Cross-Cultural Lives of Things“ am Kunsthistorischen Institut in Florenz entstanden. KEN

Zu sehen ist die Schau bis 7. Januar dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 18 Uhr.
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