Rektorin der Kunsthochschule wiedergewählt

Leonie Baumann heißt die bisherige und neue Rektorin der Kunsthochschule Weißensee. (Foto: Kahle)
Berlin: Kunsthochschule Weißensee |

Weißensee. Der Erweiterte Akademische Senat der Kunsthochschule Berlin Weißensee hat kürzlich mit überwältigender Mehrheit Leonie Baumann als Rektorin der Kunsthochschule Weißensee wiedergewählt.

Sie war die einzige Kandidatin und wird nun die Kunsthochschule, Bühringstraße 20, in einer zweiten Amtszeit vom 1. April 2015 bis zum 31. März 2019 nach der zu erwartenden Bestellung durch den Berliner Senat erneut leiten.

Baumann studierte an der Universität Bielefeld Mathematik, Pädagogik und Soziologie. Sie zog in den 80er-Jahren nach Berlin, wo sie den Aufgabenbereich Kunst am Bau im Kulturwerk Berlin übernahm. Darüber hinaus war sie Redakteurin der Zeitschrift Kunst am Bau. Die Neue Gesellschaft für bildende Kunst mit Sitz in Berlin berief sie 1991 zur Geschäftsführerin. Von 1998 bis 2000 war sie Vorsitzende des Kunstbeirates der ersten Internationalen Frauenuniversität "Technik und Kultur", die anlässlich der Weltausstellung 2000 in Hannover als Hochschulreformexperiment von Frauen für Frauen gegründet wurde.

2002 bis 2009 hatte Leonie Baumann den Vorsitz des bundesweiten Dachverbandes Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine. 2008 wurde sie zudem Sprecherin des Berliner Rates für die Künste und Mitglied im neu gegründeten Beirat Projektfonds Kulturelle Bildung. Aufgrund ihrer vielfältigen Tätigkeit und Erfahrung auf dem Gebiet der Kunst und Kunstpublizistik wählte der Erweiterte Akademische Senat der Kunsthochschule Weißensee sie im April 2011zur Nachfolgerin von Gerhard Strehl im Amt des Rektors.

Die 1954 in Bad Salzuflen geborene Diplom-Pädagogin will sich in ihrer zweiten Amtszeit als Rektorin der Kunsthochschule Weißensee für eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung der Hochschule einsetzen und hofft dabei auf die Gelder, die im Land Berlin für die Förderung der Schulen und Hochschulen durch die Übernahme der BAföG-Förderung durch den Bund frei wurden.

In den nächsten Jahren möchte sie die erfolgreich arbeitende Kunsthalle der Hochschule am Hamburger Platz als interdisziplinäres Hochschullabor weiter ausbauen und mit der Unterstützung von außerschulischen Kooperationspartnern die Vernetzung der Künstler und Gestalter mit Institutionen sowie Akteuren aus der Kunst- und der Designszene weiter vorantreiben.

Die hohe Qualität der Arbeiten und das außergewöhnliche gesellschaftliche Engagement der Studierenden mache die Kunsthochschule zu einem ganz besonders förderungswürdigen Ausbildungsort. Davon ist Leonie Baumann überzeugt.


Michael Kahle / m.k.
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