Weißenseer Schreibwerkstatt hat eine neue Heimstatt gefunden

Die Autorin Cornelia Bera leitet seit zwei Jahren die Weißenseer Schreibwerkstatt. Foto: BW (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Frei-Zeit-Haus Weißensee |

Weißensee. Die Weißenseer Schreibwerkstatt hat ein neues Zuhause. Gegründet wurde sie im ehemaligen Veranstaltungsort Kunstquell an der Pistoriusstraße. Nun ist sie im Frei-Zeit-Haus Weißensee untergekommen.

Der Kunstquell war ein beliebter Kieztreff. Dort gingen viele Weißenseer ihrem Hobby nach. Eine dieser Freizeitgruppen, eine Schreibwerkstatt, gründete im Januar 2013 die Schriftstellerin Cornelia Bera. Nach Kündigung der Räume musste der Kunstquell allerdings Ende vergangenen Jahres schließen. Auf der Suche nach einem neuen Treffpunkt wurde Cornelia Bera im Frei-Zeit-Haus in der Pistoriusstraße 23 fündig. „Hier treffen wir uns jetzt an jedem vierten Montag im Monat von 16 bis 18 Uhr“, so die Autorin.

Cornelia Bera ist Schriftstellerin mit Leib und Seele. „Ich habe schon als Kind viel geschrieben, nicht nur Tagebuch, sondern auch Gedichte“, sagt die 56-Jährige. „Die poetische Ader erbte ich wohl von meinem Großvater, der auch viel schrieb.“ Als freiberufliche Autorin startete sie Anfang des Jahrtausends richtig durch. Sie schrieb zum Beispiel das Rätselmärchenbuch „Ach, du liebes Rumpelkäppchen“, das im Care-Line Verlag erschien. In diesem Buch erzählt die Autorin Märchen etwas anders, als sie Kinder und Erwachsene bisher kennen.

Mit Lesungen unterwegs

Ein weiteres Buch von ihr ist „Postfach: Katzenhimmel. Briefe an meine verstorbene Katze“, und das neueste heißt „Als die Birke mit dem Wind verreiste“. Cornelia Bera ist aber nicht nur Autorin, sie ist außerdem mit Lesungen unterwegs. Ihr Kurt-Tucholsky-Programm heißt „Augen in der Großstadt“. Sie widmet sich „Heiterem von Wilhelm Busch“ oder „Geschichten rund um den Goriensee“.

Ihren Spaß am Schreiben und an der Literatur möchte sie in der Weißenseer Schreibwerkstatt mit anderen teilen. Jedes Treffen steht unter einem anderen Motto. Mal wird über Lyrikformen wie Balladen gesprochen, demnächst ist das Thema Biografien dran. „Ich greife gerne die Vorschläge der Teilnehmer auf“, erklärt sie.

"Der Austausch macht nie dümmer"

Auch Helga Lüsebrink kommt regelmäßig in die Schreibwerkstatt. „Ich habe bereits eine Biografie geschrieben und möchte einmal einen Roman verfassen und auch meine Lyrik verfeinern“, sagt sie. „In der Schreibwerkstatt kann ich meinen Horizont erweitern und erhalte Anregungen.“ Auch Kathrin Knebusch, die im vergangenen Jahr ihr Buch „Zeit braucht eine kleine Weile“ herausbrachte, kommt regelmäßig zu den Treffen. „Sie sind immer sehr unterhaltsam. Und der Austausch mit anderen macht nie dümmer“, meint sie. BW

Der Schreibwerkstatt sind stets weitere Teilnehmer willkommen. Das nächste Treffen findet am 27. Juli von 16 bis 18 Uhr statt. Weitere Informationen gibt es über den E-Mail-Kontakt ConniBera@t-online.de.
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