Gegendemonstranten bekundeten Solidarität mit Flüchtlingen

Weißensee. Lautstarke Pfiffe und Buhrufe begleiteten eine Kundgebung der NPD Pankow gegen das geplante Flüchtlingsheim in der Rennbahnstraße 87/88 am 9. August. Trotz des kurzfristigen Aufrufs kamen 130 Gegendemonstranten, um ihre Solidarität mit Flüchtlingen zu bekunden. Ihnen gegenüber standen knapp 20 NPD-Anhänger.

Zur Gegendemonstration hatten Linkspartei, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Piratenpartei und weitere Gruppen und Initiativen aus Pankow aufgerufen. "Die NPD will ihre rassistische und menschenverachtende Grundhaltung auf Kosten der Geflüchteten in Weißensee propagieren. Wir stellen uns den Neonazis entgegen und wollen gemeinsam Solidarität mit den Geflüchteten zeigen", sagte Sandra Brunner (Die Linke). Und Rona Tietje (SPD) fügte hinzu: "Die NPD nutzt die Sommerpause, in der es schwierig ist, kurzfristig eine Gegenkundgebung zu organisieren. Aber sie haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht."

Jan Schrecker (Piraten) betonte: "Wir zeigen den Flüchtlingen unsere Solidarität und der NPD, dass sie hier nicht erwünscht ist." "Dass viele den Aufruf gefolgt sind, sich gegen die NPD und für die Solidarität mit Menschen in Fluchtsituationen auszusprechen, ist in der Kürze der Zeit der Mobilisierung ein voller Erfolg", unterstreicht Andreas Ziehl von der Netzwerkstelle moskito. "Daran muss angeknüpft werden und der NPD Pankow sowie der Neonazi-Clique auch zukünftig gezeigt werden, dass sie in Pankow nicht willkommen sind", so Ziehl. Nach nicht einmal zwei Stunden beendete die NPD ihre Kundgebung. Es kam zu keinen Zwischenfällen. Die Berliner Polizei war mit rund 150 Einsatzkräften vor Ort.


Michael Kahle / m.k.
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