Senat steht einigen Vorschlägen zur Gustav-Adolf-Straße offen gegenüber

Einige Ideen, die Anlieger für den Caligariplatz und der südwestliche Teil der Gustav-Adolf-Straße entwickelten, könnten Wirklichkeit werden.

Das Bezirksamt wurde beauftragt, unter Mitwirkung der Anwohner ein Konzept zu entwickeln. Diesen Beschluss fasste die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf Antrag der SPD-Fraktion.

Seit einigen Jahren versucht die Interessengemeinschaft Weißenseer Spitze, diesen Bereich zu beleben. Unter anderem wurden Feste auf dem Caligariplatz und entlang der Straße organisiert. Doch damit der Bereich dauerhaft attraktiver werden kann, bedarf es Veränderungen in der Verkehrsführung sowie bauliche Umgestaltungen. In ihrem Beschluss unterbreitete die BVV bereits viele Anregungen von Anwohnern.

Viele Anregungen kann der Bezirk aber nicht allein umsetzen. Die Zuständigkeit liegt bei der Senatsverkehrsverwaltung. An diese wandte sich das Bezirksamt. Und die Antwort zeigt, dass sich manches tatsächlich umsetzen ließe. Allerdings gelinge das nur mit einem Gesamtkonzept. Was die Gustav-Adolf-Straße betrifft, steht die Verkehrsverwaltung einer Einbahnstraßen-Regelung offen gegenüber. Bereits jetzt fahren 90 Prozent aller Fahrzeuge nur in Richtung Langhansstraße. Nicht befürwortet wird von Senat und BVG indes eine Verlegung der Buslinien 156 und 158 aus der Gustav-Adolf-Straße. Die Busse müssten dann über Prenzlauer Promenade und Langhansstraße fahren, was länger dauern würde. Das hätte Auswirkungen auf die Attraktivität der Linien. Um eine Verkehrsberuhigung in der Gustav-Adolf-Straße zu erreichen, könnte aber Tempo 30 geprüft werden. Außerdem könnte die Einfahrt von der Prenzlauer Promenade aus baulich verändert werden. Eine rechtwinklige Anordnung des südlichen Bordes würde dazu führen, dass Fahrzeuge beim Abbiegen ihre Geschwindigkeit reduzieren müssten.

Auch der Prüfung einer Fußgängerüberquerung über die Prenzlauer Allee in Höhe Brotfabrik steht die Senatsverwaltung offen gegenüber, sowie einer Neuregelung des Radverkehrs. Umgesetzt werden können die Vorschläge aber erst, wenn es ein Gesamtkonzept gibt. Doch dafür fehlen dem Straßen- und Grünflächenamt derzeit die finanziellen und personellen Mittel, erklärt Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/ Die Grünen).
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