Harry T. Böckmann schenkt sich zum 75. Geburtstag eine Ausstellung

Harry Böckmann in seinem Bohnsdorfer Atelier.
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Der Maler und Bildhauer Harry T. Böckmann wurde vor einigen Wochen 75 und schenkt sich zum Geburtstag selbst eine Ausstellung in der Kulturküche.

Geboren wurde der Bohnsdorfer – die Mutter war Exilrussin und entstammte großbürgerlichem Hause, der Vater schwedischem Adel – vor 75 Jahren auf einem Fährschiff zwischen Göteborg und Rostock. Sein Großvater Carl Bekmann war ein schwedischer Maler.

Weil der Junge im Nachkriegsdeutschland fast verhungert wäre, lebte er ab 1949 beim Großvater in Schweden und besuchte dort eine Privatschule. Nach dem Tod des Großvaters musste er zu seiner Familie in die DDR zurück und den schwedischen Jugendpass abgeben. "Dann habe ich Triebwerksmechaniker gelernt und später bei einem Triebwerkhersteller in Pirna und bei der Interflug gearbeitet", erinnert sich Böckmann an jene Jahre. Fast nebenbei studierte er Kunstgeschichte und Bühnenbild, arbeitete in den 80er-Jahren als freier Bühnenbildner für Theater in Anklam und Greifswald.

"Meine offizielle Zulassung als freier Künstler habe ich erst 1988 erhalten", so Harry Böckmann. Nach der Wende arbeitete er oft im eigenen Auftrag, kann aber auch Aufträge für Fernsehsender an Land ziehen. Als Deutschland 2007 die Ratspräsidentschaft in Brüssel übernahm, fertigte er für die dortigen Diensträume der Bundeskanzlerin ein Wandbild an. "Das soll heute im Kanzleramt hängen", sagt Böckmann.

Bei seinen Schülern, zu denen viele gestandene Hobbykünstler gehören, ist er auch unter dem Künstlernamen Sinus bekannt. Ihnen vermittelt er seit rund 30 Jahren in Kursen, wie man aquarelliert oder in Öl oder Acryl malt. „Vom Verkauf seiner Bilder kann ja kaum ein Maler leben und ich gebe mein Wissen gern an andere Menschen weiter“, erklärt Harry T. Böckmann.

Derzeit bietet er an drei Standorten Kurse an. Im Kulturbund Baumschulenweg in der Ernststraße 14 Mittwoch 10 bis 12 Uhr, im Kiezklub Altglienicke in der Ortolfstraße 182 Montag 17.30 bis 19.30 Uhr und in der Kulturküche Bohnsdorf in der Dahmestraße 33 Mittwoch 17.30 bis 19.30 Uhr. In allen Kursen gibt es noch freie Plätze.

Für die Ausstellung zu seinem 75. Geburtstag hat Böckmann sich als Co-Autor einen langjährigen Schüler, den Bohnsdorfer Zahnarzt Andreas Jennewein ins Boot geholt. Beide zeigen unter dem Motto „Italienische Skizzen“ ihre Aquarelle und Mischtechniken.

Böckmann aquarelliert stets im heimatlichen Atelier und füllt auf seinen Reisen immer mehrere Skizzenbücher. Gezeichnet wird mit Feder und selbst angefertigter Tinte. „Dafür koche ich Schalen unseres über 100 Jahre alten Nussbaums, nachdem sie den Winter über im Freien gelegen haben“, verrät der Künstler.

Die Ausstellung ist bis zum 1. März 2018 in der Galerie der Bohnsdorfer Kulturküche, Dahmestraße 33, zu sehen. Geöffnet ist bei freiem Eintritt Montag bis Donnerstag von 12 bis 18 Uhr.

Infos auch unter www.sinusart-berlin.de.
Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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