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  • 27. März 2017, 00:00 Uhr
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Unterstützung für Betreuer: Lebenshilfe seit zehn Jahren im Carossa-Quartier aktiv

5. April 2017 um 16:00
Betreuungsverein Spandau, 13587, Berlin
Walter Trost (links) und Hendrik Schaus.
Walter Trost (links) und Hendrik Schaus. (Foto: Christian Schindler)

Hakenfelde. Mit dem Beginn dieses Jahres wurde das Betreuungsgesetz 25 Jahre alt. Seit zehn Jahren residiert der Betreuungsverein Spandau an der Streitstraße 13, der sich um die Umsetzung in Spandau kümmert.

Von den Büros in der fünften Etage im ehemaligen Carossa-Quartier an der Streitstraße haben Walter Trost und Hendrik Schaus einen guten Überblick über die Zitadellenstadt. Das war nicht immer so. Als der Betreuungsverein Spandau, der zum Verein Lebenshilfe gehört, mit seiner Arbeit in Spandau begann, wurde diese in einem ebenerdigen Büro an der Neuendorfer Straße organisiert.

Überblick ist wichtig für die Menschen, die in der Betreuung arbeiten, aber im übertragenen Sinn. Es geht um die rechtliche Vertretung von Menschen, die dazu selbst aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sind. Da werden Behörden-Angelegenheiten geregelt, es geht um die Finanzen, aber auch Wohnung oder Heim müssen organisiert werden, ebenso wie eventuelle ärztliche Hilfen.

Ehrenamtler sollten Vorkenntnisse haben

Die Mitarbeiter des Betreuungsvereins nehmen sich Menschen an, bilden aber auch ehrenamtliche Betreuer weiter. Diese engagieren sich aus unterschiedlichen Gründen. Mal wird ein Angehöriger pflegebedürftig, in einem anderen Fall kann es der Nachbar sein, mit dem man sich gut versteht, und der plötzlich Hilfe braucht. Andere ehrenamtliche Betreuer haben das Ziel, Betreuung als Beruf auszuüben. „Man sollte in diesem Fall auch schon einen Beruf haben, der in diese Richtung geht“, sagt Walter Trost, der den Standort in Spandau leitet. Das kann eine juristische Ausbildung sein, aber auch die zum Sozialarbeiter.

Kontrolliert werden Betreuer von den Amtsgerichten. Die schauen einmal im Jahr penibel in den Akten nach, ob auch alles bestens für die Betreuten geregelt wurde. Eine Tendenz macht Trost Sorgen: Für Menschen, die beim JobCenter gestrandet sind, sollen zunehmend Betreuer eine Perspektive entwickeln. Die Hilfe für die Menschen macht den zehn Mitarbeitern des Betreuungsvereins Spandau gleichwohl Freude, die sie gerne auch mit weiteren Mitstreitern teilen. Bei der nächsten Weiterbildungsveranstaltung am 5. April von 16 bis 17.30 Uhr berichtet ein Vertreter der Mosaik Werkstätten Spandau, wie der Wunsch eines Betreuten nach Arbeit erfüllt werden kann. Die Veranstaltung ist für ehrenamtliche Betreuer kostenlos. CS

Anmeldung und weitere Information unter  355 30 87 10 oder btv.spandau@lebenshilfe-berlin.de.
Autor: Christian Schindler
aus Reinickendorf
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