Keine Vorfreude auf „Icke“: Lübars geht optimistisch in die neue Saison

Der 1. FC Lübars (grün) würde am liebsten schon in dieser Spielzeit direkt wieder in die Fußball-Landesliga zurückkehren.
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  • hochgeladen von Michael Nittel

Lübars. Es wird allmählich Zeit, über die Fußballer vom 1. FC Lübars wieder etwas Positives zu berichten: Nach dem sportlichen Abstieg der Herren aus der Landesliga, dem Rückzug der Frauen aus der 2. Bundesliga, der Rückgabe der Lizenz sowie der drohenden Insolvenz macht der Vorsitzende Michael Reinke nun einen Anfang.

„Ich denke, dass unsere Herren in dieser Saison in der Bezirksliga eine gute Rolle spielen und vielleicht direkt wieder in die Landesliga zurückkehren werden.“ Na also! Geht doch! Nicht nur die Verantwortlichen beim 1. FC Lübars, sondern auch die Konkurrenz hat die Nordberliner ganz oben auf dem Zettel, wenn es darum geht, die Favoriten für die neue Saison in der Bezirksliga Staffel eins zu bestimmen: Neben dem 1. FC wird aber allen voran der Club Italia aus dem Westend als Topfavorit genannt. Kein Wunder: Schließlich wird dieser künftig von einem Weltmeister trainiert: Thomas „Icke“ Häßler coacht den Club Italia und wird bei den Gastspielen bestimmt den einen oder anderen Zuschauer mehr locken.

Ärger über Giovanni Rogolis Abschied

Freut sich denn auch Michael Reinke auf „Icke“? „Meine Vorfreude hält sich in Grenzen, weil Häßler uns gleich einen unserer talentiertesten Fußballer weggeschnappt hat.“ Giovanni Rogoli aus der Nachwuchsabteilung der Lübarser wird künftig im Westend auf Torejagd gehen. „Giovanni hat italienische Wurzeln. Und da hat sein Vater mächtig Druck gemacht, dass er zum Club Italia und zu Häßler wechseln soll. Das muss man akzeptieren – keine Frage. Aber es ist ärgerlich, weil er ein richtig guter Fußballer ist.“

Unabhängig davon werden aber acht andere Nachwuchskicker aus der eigenen Jugend den Kader der Herren verstärken. „Die Jungs machen sich richtig gut, so dass unsere fünf Abgänge zumindest in der Vorbereitung gar nicht ins Gewicht gefallen sind. Klar fehlt uns nun ein wenig die Erfahrung. Aber die Stimmung ist prima, Coach Benno Schaller hat alles im Griff, und die Trainingsbeteiligung war endlich mal wieder richtig gut“, ist Reinke zuversichtlich. Den Verein verlassen haben unter anderem die Abwehrspieler Patrick Kunik und Simon Werner sowie Angreifer Kevin Wolofczyk.

Der umworbene Toptorjäger bleibt

Besonders glücklich ist Reinke darüber, Toptorjäger Arthur Fell gehalten zu haben. „Arthur wollten alle haben. Er hat sich auch die Angebote anderer Klubs angehört. Aber vermutlich hat er letztlich festgestellt, dass das alles doch nicht so toll ist und entschieden, bei uns zu bleiben. Das macht uns sehr froh.“

Im Kreis der Favoriten sieht Reinke zurzeit tatsächlich nur den Club Italia und eventuell den FC Liria aus Neukölln. „Bei Liria weiß man immer nicht so genau, woran man ist: Wenn dort Gezim Jahdauti mitspielt, schlagen sie jeden Gegner. Und wenn er nicht spielt, sind sie oft ziemlich schlecht.“ Reinke abschließend zu den Erfolgsaussichten seines Klubs: „Ich hoffe wirklich sehr, dass wir in dieser Saison eine richtig gute Rolle spielen werden. Unser Ziel ist klar formuliert: Wir wollen sofort wieder aufsteigen!“

Am Sonntag, 21. August, geht es los: Zum Auftakt empfängt der 1. FC auf dem Platz an der Schluchseestraße den Grünauer BC. Anpfiff ist um 13.30 Uhr. min

Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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