Bürgermeister Sören Benn diskutierte mit Bürgern über die Entwicklung von Buch

Sören Benn erklärte auf der Bürgerversammlung, was für Buch alles geplant ist. (Foto: Bernd Wähner)
 
Sören Benn (Mitte) sowie Volker Wenda (links) und Steffen Lochow vom Bucher Bürgerverein beim Bürgerforum. (Foto: Bernd Wähner)

Buch. Bildungszentrum, Wohnungsbau, Straßensanierung: Was soll im Ortsteil in den nächsten Jahren passieren?

Einen Überblick gab Bürgermeister Sören Benn (Die Linke) auf dem jüngsten Bucher Bürgerforum. Organisiert wurde es vom Bucher Bürgerverein. Dieser lädt seit vielen Jahren regelmäßig zu Diskussionsveranstaltungen ein. So übervoll wie dieses Mal war der Saal der Festscheune auf dem Stadtgut aber selten. Das zeigt, wie groß das Interesse der Bucher an der Entwicklung ihres Ortsteils ist. Und ein bisschen spielte wohl auch eine Rolle, dass viele den neuen Bürgermeister kennenlernen wollten. Sören Benn überraschte, obwohl gerade mal 100 Tage im Amt, mit viel Sach- und Fachkenntnis.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek), das es für Buch gibt, erlaube dem Bezirk weitere immense Investitionen in den Ortsteil, so der Bürgermeister. Dieses Konzept wurde 2009 entwickelt. Inzwischen ist es ausgeweitet worden. Über 30 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Programm Stadtumbau Ost flossen bisher in die Sanierung von Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen, Straßen und die Aufwertung von Wohnquartieren. Aber noch gibt es viel zu tun.

Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ist dabei für Benn ein wichtiges Thema. Straßen und Gehwege sind in einem maroden Zustand. Dort müsse investiert werden. Mit dem Ausbau der Wiltbergstraße wurde begonnen. Hobrechtsfelder Chaussee und Bucher Straße müssten folgen. Auch der Ausbau des Autobahnanschlusses Bucher Straße ist geplant. Weil Buch weiter wächst, müsse vor allem auch in den öffentlichen Personennahverkehr investiert werden. Deshalb bekräftigt der Bürgermeister: „Wir wollen als Bezirk einen Regionalbahnhof Buch. Aber um den zu bekommen, müssen wir noch dicke Bretter bohren.“ Auch ein Radwegekonzept müsse her.

Drei große Wohnungsbaupotenzialflächen gibt es im Ortsteil. Diese wurden im Wohnungsbaukonzept beschrieben, das das vorige Bezirksamt erarbeiten ließ. Hunderte Wohnungen werden voraussichtlich in den nächsten Jahren im Bereich Buch IV nördlich der Autobahn entstehen. Weiterhin ist Wohnungsbau am Sandhaus geplant. Und schließlich sollen auch auf dem Gelände des ehemaligen Regierungskrankenhauses Wohnungen entstehen.

Die ehemalige Brunnengalerie entlang der Karower Chaussee wird indes teilweise für eine Erweiterung des Bucher Zentrums genutzt. „In ihrem nördlichen Bereich planen wir ein neues Bildungszentrum für Buch“, so Benn. In diesem sollen Volkshochschule, Musikschule, Gläsernes Labor und Bibliothek unter einem Dach ein neues Zuhause finden. Eine Machbarkeitsstudie, die das Bezirksamt in Auftrag gab, kommt zu dem Schluss, dass das Vorhaben mit vertretbarem finanziellem Aufwand umzusetzen sei. Außerdem wird in diesem Bereich der dritte Bauabschnitt des Einkaufszentrums Schlossparkpassagen entstehen. Der Rest der Brunnengalerie ist für eine sogenannte Mischnutzung mit Gewerbe vorgesehen.

Die Flüchtlingsunterkunft AWO Refugium, die sich derzeit auf der Brunnengalerie befindet, werde nicht die einzige im Ortsteil bleiben, so der Bürgermeister. Eine Modulare Unterkunft entsteht derzeit an der Wolfgang Heinz-Straße, eine weitere am Lindenberger Weg. Die beiden sollen nach der Unterbringung der Flüchtlinge perspektivisch dem regulären Wohnungsmarkt zugeführt werden. Das AWO Refugium darf indes nur noch bis 2019 bleiben. „Dann muss die Unterkunft weg“, so Benn.

Die Sanierung des Bucher Schlossparks gehört zu den Projekten, die bereits in diesem Jahr umgesetzt werden. Der Senat gab dafür Mittel frei. Bis 2019 sollen die Wege auf Vordermann gebracht und die „gärtnerischen Anlagen qualifiziert werden“, so der Bürgermeister.

Was die Bucher Bürger bewegt, bekam Sören Benn mit, als ihm die Teilnehmer der Veranstaltung zahlreiche Fragen stellten. Zum Beispiel ist die Parkplatzsituation um den Bahnhof und im Ortsteilzentrum völlig unbefriedigend. Schienenlärm macht Anwohnern entlang der Bahnstrecke immer noch zu schaffen, ebenso der Lärm von der Autobahn. Die Gehwege müssten nicht nur in Ordnung gebracht, sondern bei Dunkelheit auch besser beleuchtet werden. So konnte der Bürgermeister von der Veranstaltung mitnehmen, dass es in Buch wahrlich noch viel zu tun gibt. BW
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