In diesem Jahr fünf Auszeichnungen

Friedrichshain-Kreuzberg. Die Verleihung der Bezirksmedaille Friedrichshain-Kreuzberg findet am Donnerstag, 26. Juni ab 18 Uhr im Restaurant "Die Garbe", Frankfurter Allee 40 statt.

Auch in diesem Jahr werden fünf Personen, beziehungsweise Institutionen für ihren ehrenamtlichen Einsatz ausgezeichnet. Neben dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr als weitere Organisation auch das Diakonische Werk Berlin Stadtmitte. Es erhält die Bezirksmedaille für seine zahlreichen Projekte im Bezirk, etwa die Stadtteilmütter.

Als Personen gewürdigt werden Bärbel Drogge, langjährige Beisitzerin im Vorstand der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und vor allem in der Seniorenarbeit aktiv, Dr. Klaus Duntze, früherer Pfarrer der St.-Thomas-Gemeinde und Mitinitiator des Bürgervereins Luisenstadt sowie Kurt Gutmann. Der heute 87-Jährige erhält die Bezirksmedaille nicht nur für sein Engagement im Kulturausschuss oder der Gedenktafelkommission, sondern auch als Würdigung seines Lebens. Durch einen Kindertransport nach England entging Kurt Gutmann den Vernichtungslagern der Nazis. Seine Mutter und sein Bruder wurden in Sobibor ermordet. Beim Prozess gegen John Demjanjuk, einem ehemaligen Mitglied der SS-Mannschaften in Sobibor, der zwischen 2009 und 2011 in München stattfand, war Kurt Gutmann einziger deutscher Nebenkläger.

Für die Auszeichnung mit der Bezirksmedaille können Bürger Vorschläge machen. Eine Jury wählt daraus die Preisträger aus. Das Gremium besteht aus der BVV-Vorsteherin, der Bürgermeisterin und weiteren Mitgliedern des Bezirksamtes sowie Vertretern der Fraktionen im Bezirksparlament.


Thomas Frey / tf
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