Erneuter Angriff auf Bürgerbüro eines Politikers

Alle Fensterscheiben und die Eingangstür des Bürgerbüros von Fritz Felgentreu wurden bei einem Angriff mit Steinen von Unbekannten stark beschädigt. (Foto: Fritz Felgentreu)
Berlin: Bürgerbüro Fritz Felgentreu |

Gropiusstadt. In der Nacht vom 5. auf den 6. Juni sind die Fensterscheiben des Bürgerbüros des Neuköllner Bundestagsabgeordneten Fritz Felgentreu (SPD) am Lipschitzplatz beschädigt worden. Die unbekannten Täter hinterließen dabei Botschaften gegen die Freihandelsabkommen CETA und TTIP.

Eine Frau alarmierte in den Morgenstunden des 6. Juni die Polizei in die Lipschitzallee. Die Fensterfront sowie die Glasscheibe der Eingangstür des Bürgerbüros von Fritz Felgentreu waren von einem oder mehreren Unbekannten offensichtlich durch Steinwürfe beschädigt worden. „Leider gibt es immer wieder Menschen, die weder die Kraft noch die Klugheit für eine gewaltfreie Auseinandersetzung haben, die sich von Hass und Brutalität leiten lassen. Es macht mich mehr traurig als wütend“, erklärte Fritz Felgentreu am Tag nach dem Anschlag.

Der Bundestagsabgeordnete hatte erst am 20. Mai offiziell die Eröffnung des Büros in der Lipschitzallee 70 mit einem Grillfest gefeiert. „Sehr leid tut es mir für meine Mitarbeiter vor Ort, die sich bei der liebevollen Ausgestaltung viel Mühe gegeben haben und dort jetzt nicht mehr angstfrei ihrer Arbeit nachgehen können“, bedauert Felgentreu, der Zeugen auffordert, sich bei der Polizei zu melden, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.

Auf das Motiv der Attacke weist ein Aufkleber mit den Schriftzug „Stop TTIP und CETA“. Er wurde an die zerstörten Fensterscheiben geklebt. Felgentreu meint dennoch: „Leute, die sowas machen, denken in Wirklichkeit nicht politisch.“ Angriffe dieser Art häufen sich seit einiger Zeit. Erst im März hatten Unbekannte bereits zum zweiten Mal das Fenster und die Fassade des Bürgerbüros der Neuköllner Abgeordneten Kirsten Flesch (SPD) in der Pflügerstraße beschmiert. Immer wieder betroffen von solchen Attacken sind auch Bürgerbüros und Wohnhäuser von Politikern der Grünen sowie der CDU in der ganzen Stadt. SB
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