Eingeschränkter U-Bahn-Betrieb am Gleisdreieck

Kreuzberg. Am 16. April beginnen erneut Bauarbeiten am Bahnhof Gleisdreieck. Sie betreffen den Bereich der U-Bahnlinie 2 und werden voraussichtlich bis 24. November dauern.

Während dieser Zeit kommt es zu veränderter und eingeschränkter Verkehrsführung. Zwischen Gleisdreieck und Wittenbergplatz ist der Betrieb der U 2 eingestellt. Stattdessen wird die Linie U 12 reaktiviert. Sie verbindet die Warschauer Straße mit Ruhleben, beziehungsweise bis zum 29. Mai mit der Station Olympiastadion. Bis zum Wittenbergplatz verläuft sie auf der Trasse der U 1, danach auf der der U 2. Als U 1 fungiert bis zum Herbst lediglich der Abschnitt zwischen Uhlandstraße und Wittenbergplatz.

Aus Richtung Pankow fährt auch während der Bauarbeiten jeder zweite Zug bis zum Gleisdreieck durch. Dort können die Fahrgäste in Richtung City-West dann in die U 12 umsteigen. Das bedeutet, es besteht tagsüber eine Verbindung im Zehn-Minuten-Takt. Die Züge dazwischen enden am Potsdamer Platz. Ein kürzerer Abstand als zehn Minuten sei wegen der Wendemanöver am Gleisdreieck nicht möglich, sagt Uwe Kutscher, Bau-Verantwortlicher für die U- und Straßenbahnen bei der BVG.

Um zumindest diese Anbindung zu gewährleisten, muss am Bahnhof Mendelssohn-Bartholdy-Park eine Bauweiche eingebaut werden. Das passiert zwischen dem 16. und 20. April bis Betriebsbeginn. An diesen Tagen fährt die U 2 nur bis Potsdamer Platz. Zum Gleisdreieck gibt es einen Schienenersatzverkehr.

Am Gleisdreieck wird bereits seit 2009 in Etappen gebaut. Im letzten Abschnitt sollen jetzt Stahlbrücken, Gleiströge und Kabelkanäle saniert werden. Außerdem wird der Rostschutz erneuert, rund ein Kilometer Schienen ausgetauscht und der gesamte Bahnhof barrierefrei eingerichtet. Parallel gibt es auch Arbeiten an den Stationen Bülowstraße und Nollendorfplatz. Die aktuellen Investitionen belaufen sich auf rund zwölf Millionen Euro. Die Gesamtsumme für den Gleisdreieck-Umbau beträgt 35 Millionen Euro.

Die aktuelle Bauphase läuft zumindest bis Anfang Mai parallel zur Sanierung des Nord-Süd-S-Bahntunnels, der seit Ende Januar gesperrt ist. Diese gut zweiwöchige Überschneidung sei leider nicht zu verhindern gewesen, sagt Uwe Kutscher. Ursprünglich habe die S-Bahn bereits im Herbst den Tunnel instand setzen wollen, das Vorhaben aber dann auf dieses Jahr verschoben. "Wir können unsere Arbeiten wiederum nur in den Sommermonaten durchführen." Und schon die sieben Monate bis November seien eher eng bemessen.

Zudem verwies Kutscher darauf, dass die BVG bereits 2014 wegen anderer Großvorhaben im öffentlichen Nahverkehrsnetz am Gleisdreieck pausiert habe. Nun soll dort aber endlich alles fertig werden.


Thomas Frey / tf
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