Pläne für drei Hochhäuser an der Märkischen Allee

Diese drei Wohntürme würden das Bild an der Märkischen Allee/Ecke Trusetaler Straße völlig verändern. (Foto: GFRK)

Marzahn. Der Wohungsbau im Bezirk belebt sich. Der Eigentümer der Brache zwischen der Märkischen Allee und der Trusetaler Straße plant die höchsten Hochhäuser in Marzahn-Hellersdorf.

Die GFRK Hausverwaltungs- und Entwicklungs GmbH will ein Hochhaus mit bis zu 30 Geschossen und zwei mit 25 Geschossen auf das Grundstück setzen. Sie dürften lange Schatten auf der Märkischen Allee werfen.

Der Projektentwickler hat damit eine Lösung gefunden, die den Wünschen des Bezirksamtes entspricht. Zudem endet eine jahrelange Auseinandersetzung um die Verwendung der rund einen Hektar großen Fläche. Nebenbei setzt das Vorhaben neue städtebauliche Maßstäbe im Bezirk. Das höchste Haus soll 110 Meter hoch werden. Bis zu 1000 Wohnungen könnten entstehen.

Die GFRK Hausverwaltungs- und Entwicklungs GmbH mit Sitz in Königswusterhausen wird durch René Knöchel vertreten. Bis zum vergangenen Jahr verfolgte er das Ziel, das Grundstück zu einem Einzelhandelsstandort entwickeln. Zuerst sollte eine Filiale von Edeka, dann von Rewe gebaut werden. Außerdem war und ist eine Filiale des Möbelhändlers XXXLutz vorgesehen. Bei letzterem wird es auch bleiben. Baubeginn für den Möbelriesen aus Österreich könnte Anfang 2017 sein.

Das Bezirksamt hatte von Anfang an die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes abgelehnt. Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung, hielt den Standort für ungeeignet. Gräffs Position ließ Knöchel nach einer anderen Lösung suchen. Den Bau von Hochhäusers begrüßt der Stadtrat ausdrücklich.

Gräffs Gegenspieler, der Linken-Abgeordnete Wolfgang Brauer, ist vom Sinneswandel des Projektentwicklers enttäuscht. Brauer hatte die ursprünglichen Pläne unterstützt, um den Anwohnern bessere Einzelhandelsangebote machen zu können. Das sei wichtiger als neue Wohnungen. Brauer nennt daher den Wechsel zum hochgeschossigen Wohnungsneubau eine „Sauerei“. „Für den Eigentümer ist das natürlich günstig, denn bei der beabsichtigten Geschosszahl ist das Grundstück über Nacht auf das Mehrfache im Wert gestiegen“, erklärt er. Knöchel wiederum hält dem Abgeordneten vor, dass er hinsichtlich der Lebensmittelmärkte nicht einmal die eigene Partei hinter sich hatte, erklärt er. Knöchel erwartet, dass das Bezirksamt schnell Baufreiheit schafft. „Bisher darf ich noch keinen Bauantrag stellen“, sagt er. Dazu muss der Bebauungsplan erst geändert werden, sagt Gräff.hari
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