Netzwerker gesucht: Bezirk will mehr Projekte zwischen Kitas, Schulen oder Clubs

Mitte. Gemeinsam mehr erreichen: In der Bezirksregion Alexanderplatz soll ein weiterer, sogenannter kultureller Bildungsverbund entstehen.

Drei solcher Kooperationen zwischen Kultureinrichtungen, Schulen, Kitas, Familienzentren, Jugendclubs und anderen Akteuren gibt es bereits in Wedding, Gesundbrunnen und Moabit. Jetzt sucht das Kulturamt Netzwerker, die thematische Projekte mit Langzeitwirkung im Gebiet rund um den Alexanderplatz organisieren. Bis zum 8. August können sich Künstler, Vereine oder sonstige Macher bewerben, um von September bis Dezember eine Vernetzungsstrategie mit gemeinsamen Projekten unter dem Schwerpunkt „Urbane Künste, Architektur und Design“ zu entwickeln. Ziel der kulturellen Bildungsverbünde ist es, Partner zu vereinen, die an einem Strang ziehen. Für das Kooperationsprojekt stehen 19 300 Euro zur Verfügung.

Flash Mobs oder Graffiti

In der Region Alexanderplatz gibt es unter anderem 30 kommunale oder freie Kitas, acht staatliche und acht private Schulen sowie mehrere berufliche Schulen, einen Jugendclub, ein Kinderzentrum, einen Abenteuerspielplatz, ein Familienzentrum und das Jugendkulturzentrum Werk 9; dazu weitere potenzielle Partner wie Galerien, Musikschule, Volkshochschule, die Philipp-Schaeffer-Bibliothek, Humboldt-Uni oder das Deutsche Architekturzentrum (DAZ). Die Netzwerker sollen die vielen Akteure zusammenbringen und gemeinsame Projekte organisieren. So könnten zum Beispiel Architekten mit Kita- oder Grundschulkindern Denkmäler erkunden oder spezielle Designworkshops anbieten, die in den Oberschulen fortgeführt werden. „Es geht darum, den Übergang von der Grundschule zur Oberschule besser zu begleiten“, sagt Karoline Schierz vom Kulturamt. Eine Jury will noch im August das beste Konzept für den neuen Bildungsverbund auswählen.

Im Kiez rund um den Alexanderplatz, den auch viele Jugendliche von außerhalb besuchen, könnten gemäß des geplanten Schwerpunktes „Urbane Künste, Architektur und Design“ Street-Art-Aktionen stattfinden, Flash Mobs oder Graffiti-Projekte. Vielleicht gibt es Projekte, in denen Schüler für soziokulturelle Träger im Quartier Flyer gestalten oder Schulinitiativen lernen, kleine Kampagnenkonzepte umzusetzen. Ideen sind gefragt.

Zur Bezirksregion Alexanderplatz gehören die Planungsräume Charité-Viertel, Oranienburger Straße, Alexanderplatzviertel, Karl-Marx-Allee, Heine-Viertel West und Heine-Viertel Ost. Anträge mit einem Konzept zur Umsetzung müssen bis 8. August beim Bezirksamt eingegangen sein. DJ

Informationen sowie die entsprechenden Antragsformulare gibt es im Internet unter: www.berlin.de/kunst-und-kultur-mitte/aktuell/oeffentliche-ausschreibungen/.
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