Rechnen mit den Fingern: Anzeichen für Dyskalkulie erkennen

Bei einer Dyskalkulie (Rechenstörung) können Kinder nicht im Kopf rechnen. (Foto: Mascha Brichta)

Eltern bemerken erste Anzeichen für eine Legasthenie oder Dyskalkulie meist in den ersten Schuljahren. Für Eltern wie Kinder bedeutet die richtige Diagnose oft eine Entlastung.

Bei der Dyskalkulie nehmen Kinder zum Rechnen immer ihre Finger zu Hilfe. Außerdem können sie sich keine Zahlen merken. "Besonders auffällig wird es, wenn sie den Zehnerraum verlassen und ihre Finger zum Zählen nicht mehr ausreichen", erklärt Annette Höinghaus. Sie ist Geschäftsführerin des Bundesverbands für Legasthenie und Dyskalkulie (BVL). Bei einer Legasthenie fällt es Mädchen und Jungen schwer, aus Buchstaben Silben und aus Silben Wörter zu bilden.

Um diese Defizite aufzuarbeiten, ist es wichtig, so schnell wie möglich eine richtige Diagnose zu stellen. "Lehrer erkennen die Störung als solche häufig nicht. Sie sagen dann, das Kind hat ADHS oder ist einfach schwächer begabt." Am besten wenden sich Eltern bei Verdacht an einen Kinder- oder Jugendpsychiater oder ein pädiatrisches Zentrum. Fachleute können eine Rechenstörung oder eine Lese-Rechtschreibschwäche mit standardisierten Tests und bildgebenden Verfahren feststellen.


dpa-Magazin / mag
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