Reizbarkeit nach traumatischem Erlebnis völlig normal

Wer Zeuge oder Beteiligter eines schrecklichen Geschehens wird, ist nicht selten traumatisiert. Nach einem schlimmen Unfall oder einer Gewalttat empfinden viele Betroffene die Nähe zu Freunden oder Angehörigen als erleichternd.

Es kann deshalb etwa helfen, wenn Betroffene nicht allein in ihre leere Wohnung zurückkehren, sagt Prof. Martin Driessen von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Besser ist es, bei Freunden oder Angehörigen zu übernachten oder sie zu bitten, bei einem zu bleiben. Nach einem solchen Erlebnis haben Betroffene oft mit Schlaf- und Konzentrationsstörungen zu kämpfen. Auch Reizbarkeit oder Schreckhaftigkeit können nach solchen Ereignissen auftreten. "Derartige Symptome sind zunächst eine völlig normale Reaktion eines Verarbeitungsprozesses, sofern sie in den folgenden Tagen und Wochen langsam abklingen", sagt Driessen. Wenn diese Symptome aber länger als vier Wochen bestehen, sollten Betroffene sich professionelle Hilfe suchen - etwa bei einem traumatherapeutisch geschulten Therapeuten oder in Opferambulanzen.


dpa-Magazin / mag
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