Übernahme fast garantiert: Ausbildung als Automatenfachkraft

Selber Zocken ist nicht: Automatenfachfrau Carmen Popov darf an den Automaten, die sie wartet und repariert, selbst nicht spielen. (Foto: Judith Michaelis)

Carmen Popov hat Technik immer Spaß gemacht. "Schon früher habe ich lieber mit Vati am Auto herumgeschraubt, als Mutti beim Kochen zu helfen", erzählt die 24-Jährige. Nach dem Abitur wollte Popov nicht studieren. Ihre Mutter arbeitete in einer Spielhalle und machte sie auf den Beruf des Automatenfachmanns aufmerksam. Denn die Spielautomaten müssen regelmäßig gewartet und überprüft werden.

Von der Ausbildung zur Automatenfachkraft haben viele noch nie gehört. Die Fachleute sorgen dafür, dass zum Beispiel die Fahrkarten reibungslos aus dem Ticketautomaten kommen und der das Wechselgeld auszahlt. Seit 2008 gibt es zwei Berufsausbildungen, die auf die Tätigkeit eines Automatenfachmanns vorbereiten. Seit August 2015 sind sie in einer neuen Ausbildungsordnung zu einer zusammengefasst.

Außerdem können Auszubildende nun zwischen den beiden Fachrichtungen Automatenmechatronik und Automatendienstleistung wählen. Wer sich für die Fachrichtung Automatenmechatronik entscheidet, sollte Interesse an Technik und Mathe mitbringen, sagt Brigitte Seyfried. Sie ist zuständig für das Thema beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

In der Lehre lernen die Auszubildenden, Automaten zu installieren und zu warten. Sie beschäftigen sich mit verschiedenen Diagnose- und Wartungssystemen und wissen, was zu tun ist, wenn der Automat mal klemmt. In der Fachrichtung Automatendienstleistung haben Azubis die Wahl zwischen den Schwerpunkten Kaufmännische Geschäftsprozesse oder Kundenbetreuung. "Die Ausbildung ist generalisiert und nicht an bestimmte Automaten gebunden", erklärt Erwin Koschembar, Ausbildungsbeauftragter bei der Deutschen Automatenwirtschaft.

Nach erfolgreichem Abschluss müssen Automatenfachleute eher selten auf Jobsuche. "In der gesamten Branche gibt es häufig Übernahmegarantien", sagt Koschembar. Carmen Popov wurde nach dem Abschluss ihrer Ausbildung vor zwei Jahren von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen. Zu tun gibt es genug. Alle sechs Wochen müsse jeder Automat gewartet werden, erzählt sie. mag
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