Weniger Flüchtlinge am Alex

Berlin: Haus der Statistik |

Mitte. Der geplante Standort für ein Containerdorfauf dem Parkplatz der leerstehenden Büroruine in der Otto-Braun-Straße 70 am Alexanderplatz ist vorerst wieder von der aktuellen Senatsliste geflogen.

Die Fläche am ehemaligen Haus der Statistik ist zu klein für die geplanten 500 Flüchtlinge, die pro Containerdorf untergebracht werden sollen. Eine Containeranlage besteht aus insgesamt 244 Containern (Wohnmodule, Gemeinschafts- und Verwaltungsräume). Wie Bürgermeister Christian Hanke (SPD) sagte, werde noch geprüft, ob man den Standort am Alex für 250 Flüchtlinge nutzen kann.

In Berlin sollen insgesamt 30 Containerdörfer und 60 feste MUF-Gebäude (sogenannte „Modularbauten als Unterkünfte für Flüchtlinge“) für jeweils etwa 500 Flüchtlinge gebaut werden. Für die Flüchtlingscontainer hat das Abgeordnetenhaus 78 Millionen Euro genehmigt. Die Modularbauten an den 60 Standorten kosten 600 Millionen Euro.

Laut Senat muss jeder Bezirk mindestens fünf und maximal neun Grundstücke als Container- und/oder MUF-Standort bereitstellen. In Mitte sind auf der aktuellen Container-/MUF-Liste derzeit nur zwei Standorte: Auf der Wiesenburg in Gesundbrunnen soll ein Flüchtlingsheim gebaut werden; der Zentrale Festplatz am Kurt-Schumacher-Damm ist als Containerdorf vorgesehen. Um die geforderten 2500 Menschen pro Bezirk unterzubringen, checkt das Bezirksamt derzeit noch einmal alle bezirklichen Grundstücke. „Unumstrittene Standorte nach 15 Jahren Konsolidierung und Verkauf öffentlicher Grundstücke zu finden, wird allerdings schwer“, sagte Christian Hanke. DJ
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