Der neue Rundfunkstandard DAB+

DAB+-Geräte sind für weniger als 50 Euro zu haben. Multimedia-Funktionen lassen sich mit dem kleinen Display aber nicht nutzen. (Foto: Mascha Brichta)

Noch empfangen die meisten Radios in Deutschland nur UKW und Mittelwelle. Doch das soll sich mit dem neuen Übertragungsstandard DAB+ ändern.

DAB+bringt erstmals ein bundesweit einheitliches Angebot von derzeit 13 Sendern. Dazu kommt ein wachsendes Angebot digitaler Programme in den Ländern. Für 40 Euro gibt es schon Radiowecker oder einfache tragbare Geräte mit DAB+. Wer Wert auf Multimedia legt, muss aber genau hinschauen."Zunächst sollte man sichergehen, dass das Gerät nicht nur das klassische DAB empfängt", rät Ulrich Wienforth vom Magazin "Stereo". Manche Händler würden Radios, die nur den gescheiterten Vorgängerstandard DAB empfangen können, fälschlicherweise als Geräte für DAB+ anbieten. Zudem sollte man sich vor dem Kauf informieren, ob DAB+ in welchen Regionen schon verfügbar ist, rät Peter Knaak von der Stiftung Warentest.

Inzwischen hat gut die Hälfte der Deutschen Zugang zum Digitalradio. Das Programmangebot fällt von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich aus: Während zum Beispiel in Bayern derzeit 43 Programme zur Verfügung stehen, sind es in Schleswig-Holstein nur 21.

Ein wichtiger Bestandteil eines Digitalradios ist das Display. Beim digitalen Radio werden neben dem Hörfunkprogramm viele multimediale Inhalte gesendet, erklärt Alexander Erk vom Institut für Rundfunktechnik. Der Zuhörer kann über DAB+ nicht nur Titelinformationen empfangen, sondern auch eine elektronische Programmvorschau, Meldungen, Fußballtabellen oder das Wetter. Geräte mit Farbdisplay, Touchfunktion, Internetradio oder Dockingstation kosten ab 120 Euro aufwärts.

Marktübersicht verfügbarer DAB+-Radios auf http://asurl.de/ero, Übersichtskarte mit den verfügbaren Digitalradioprogrammen nach Regionen unter http://asurl.de/erp.

dpa-Magazin / mag
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