Eine Bowle ist der perfekte Begleiter fürs Sommerfest

Eine Bowle passt zu jeder Gartenparty - zum Beispiel mit Himbeeren und mit frischen Rosenblütenblättern. (Foto: Kosmos Verlag/Alexander Walter)

Lange Zeit waren Bowlen aus der Mode gekommen. Doch mittlerweile erleben die fruchtigen Sommergetränke ein kleines Comeback.

Das Grundprinzip: Früchte werden in Alkohol eingelegt und kurz vor dem Servieren mit Sekt oder Prosecco sowie Wein und Mineralwasser aufgegossen. Bei der alkoholfreien Variante ziehen Früchte oder Kräuter in Fruchtsirup oder Apfelsaft und werden halb mit Mineralwasser und halb mit Limonade aufgegossen.Bei der Auswahl der Früchte ist keine Kombination zu verwegen. Lucie Krautien und André Göbel, die in ihrem Café "Zuckerstück" in Berlin Bowlenansätze anbieten, bringen Bergpfirsich und Passionsfrucht zusammen. Oder sie vereinen Rhabarber mit Ingwer und Stachelbeeren mit Vanille. Es geht aber auch monothematisch, etwa bei der Erdbeerbowle. Sie hat nur einen Haken: Die roten Früchte verwandeln sich in unappetitlich grauen Matsch, sobald sie sich vollsaugen. "Es ist besser, frische Erdbeeren vor dem Servieren zuzugeben", rät Lysann Gutenmorgen von der Deutschen Barkeeper-Union.

Für eine frische, würzige Note der Bowle sorgen Kräuter, die mit den Früchten in den Ansatz kommen. Gutenmorgen peppt eine Erdbeerbowle mit Basilikum auf, kongenialer Begleiter der Sommerfrucht ist auch die Pfefferminze. Diese macht sich ebenso gut in einer Pfirsichbowle, die sich außerdem blendend mit Rosmarin versteht. Das mediterrane Kraut wiederum ergänzt Himbeeren perfekt.

Man kann die Früchte aber auch ganz weglassen und eine reine Kräuterbowle vorbereiten. Denn Pfefferminze, Zitronenmelisse oder Eisenkraut müssen nicht nur im Tee landen. Für eine Kräuterbowle - das Wort Bowle stammt vom englischen Wort "bowl" für Schüssel - gibt die Rezeptbuchautorin Regine Stroner ein oder zwei Bund eines Krauts mit Wein oder Spirituosen in eine Schüssel, fügt etwas Zucker hinzu und lässt den Mix, bedeckt mit einer Klarsichtfolie, bei Zimmertemperatur etwa drei bis vier Stunden ziehen.

Vor dem Servieren wird der Bowlenansatz mit Sekt oder Prosecco sowie Mineralwasser aufgegossen. "Am besten gibt man nur Wein über die Früchte und stellt die Sektflasche in einem Sektkühler neben das Bowlengefäß", rät Göbel. "So kann sich jeder Gast etwas Bowle in sein Glas füllen und frisch mit Sekt oder mit Mineralwasser auffüllen."

Männer können sich für eine Bowle oft dann begeistern, wenn Bier im Spiel ist. "Eine leckere Kombination ist Bier und Holunderblütensirup", nennt Gutenmorgen ein Beispiel. Vielfältig einsetzbar sei Pils.

Literatur: Regine Stroner: "Fruchtige Drinks", Franckh-Kosmos, 144 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 9783440130186; Walter Gaigg: "Bowlen, Punsche und Liköre: Selbstgemachte Köstlichkeiten", Stocker, 126 Seiten, 16,90 Euro, ISBN 978-3702014025; "Bowlen, Shakes und Cocktails", Bassermann, 80 Seiten, 4,99 Euro, ISBN 978-3809429586; Oskar Marti: "Likör Bowle Sirup: 400 Rezepte aus der Natur mit und ohne Alkohol", AT, 191 Seiten, 17,90 Euro, ISBN 978-3038002123.

dpa-Magazin / mag
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