Kniggeregeln fürs Flugzeug

Im Flugzeug müssen fremde Menschen viele Stunden auf engstem Raum miteinander auskommen. Ein paar Benimmregeln sind deshalb wichtig. (Foto: Andrea Warnecke)

Wer ständig fliegt, kennt das Problem: Die Sitze sind oft schmal, und der Sitznachbar ist unbekannt.

Fluggäste sollten deswegen einige Benimmregeln einhalten, sagt Rainer Wälde, Vorsitzender des deutschen Knigge-Rates. "Wenn Sie einsteigen, suchen Sie gleich den Blickkontakt mit ihrem Nachbarn und sagen Sie freundlich ,Hallo‘", empfiehlt Wälde.Schläft der Sitznachbar am Gang während des Fluges, sei es besser, über ihn drüberzusteigen. "Gerade bei Langstrecken- oder Nachtflügen ist es unhöflich, den anderen zu wecken." Was aber tun, wenn der Sitznachbar sehr laut schnarcht? "Sie können den anderen vorsichtig am Arm berühren, aber Sie sollten ihn nicht unbedingt wecken."

Bei Nachtflügen sollten sich die Gäste aus Rücksicht auf andere Passagiere nicht unterhalten. "Tagsüber sind Unterhaltungen in einer gedämpften Lautstärke erlaubt", sagt Wälde. Auch dann sollte das Gespräch aber nicht länger als eine Viertelstunde dauern. Beim Small-Talk mit dem unbekannten Sitznachbarn sind Themen wie Politik, Religion oder Familie tabu.

Kooperativ müssen Sitznachbarn sein, wenn es um die Armlehne in der Mitte geht: "Wem die mittlere Armlehne gehört, ist Verhandlungssache", erklärt Wälde. Wenn der Nachbar die Armlehne während des ganzes Flugs blockiert, sei ein höflicher Hinweis angebracht. "Bleiben Sie freundlich und weisen Sie den Nachbarn ohne Anklage darauf hin, dass Sie die Armlehne auch gerne nutzen würden."


dpa-Magazin / mag
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