Senioren haben oft zu hohe Erwartungen: Kinder nicht unter Druck setzen

Ältere sollten nicht zu hohe Erwartungen an ihre Kinder haben. "Für die Kinder wird es sonst noch zur Last, dass sie irgendetwas erfüllen müssen", sagt Psychogerontologin Susanne Wurm.

Spüren sie erst gar keinen Zwang, sind sie in der Regel viel eher bereit, sich zu kümmern. Das gilt natürlich auch umgekehrt. Dass viele Familien gar nicht mehr in einer Stadt leben, habe daher auch Vorteile. "Heute sind die Erwartungen, sich gegenseitig zu helfen, gar nicht mehr so hoch. Viele wissen ja von vorneherein, dass das über die Entfernung nicht regelmäßig möglich ist."

Konflikte im Ruhestand mit den Kindern vermeidet man am besten mit Offenheit. "Unausgesprochene Erwartungen sind ein großes Problem", sagt Wurm. Kinder erwarten vielleicht, dass sich Oma oder Opa im Ruhestand mehr um die Enkel kümmern. Andersherum hoffen Eltern, im Alltag mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können. Solche Wünsche sollten möglichst früh angesprochen werden, um später Enttäuschungen zu vermeiden.
dpa-Magazin / mag
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