Stromtarife leicht durchschauen

Die Kosten für Strom steigen stetig. Wer den Versorger wechselt, kann viel Geld sparen. (Foto: Kai Remmers/dpa/mag)

Die Strompreise steigen stetig und der Wettbewerb auf dem Energiemarkt wird immer größer. Und dennoch: Viele Kunden bleiben ihrem Energieversorger treu. Ein Grund sind die oft unübersichtlichen Preisstrukturen.

Die meisten Tarife sind gar nicht so kompliziert, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Hier ein Überblick.
  • Grundversorgung: Diesen Tarif müssen die Energieunternehmen allen Kunden anbieten. Die Versorgung übernimmt das Energieunternehmen, das die meisten Kunden in einem Gebiet hat, der sogenannten Grundversorger. Die Preise müssen veröffentlicht werden. Der Wechsel aus der Grundversorgung in einen günstigeren Tarif ist in der Regel aber einfach. Diesen Tarif kann man zum Monatsende kündigen, erklärt das Verbraucherportal Verivox.
  • Online-Tarife: Diese Tarife sind meist günstig. Allerdings: Man kann sie nur über das Internet abschließen, erklärt die Verbraucherzentrale Sachsen. Auch die weitere Kommunikation mit dem Anbieter läuft ausschließlich online. Deshalb seien solche Tarife nur für Kunden mit Internetanschluss empfehlenswert.
  • Tarife mit Preisgarantie: Gegen ständige Preiserhöhungen können sich Kunden schützen, denn viele Versorger bieten eine Preisgarantie an. Dabei gelten die Preise bei Vertragsabschluss etwa für sechs oder zwölf Monate. Verbraucherschützer empfehlen diese Varianten. Allerdings sind solche Tarife oft etwas teurer als vergleichbare Angebote ohne Garantie, erklärt das Verbraucherportal Toptarif in Berlin.
  • Staffel- oder Stufentarife: Hier wird der individuelle Verbrauch der Kunden abgerechnet. Diese Tarife sind meist günstig. Allerdings muss der Kunde seinen Verbrauch sehr genau kennen.
  • Paket-Tarife: Bei diesen Tarifen kaufen Verbraucher für das gesamte Jahr eine feste Menge Strom zu einem bestimmten Preis. Das gekaufte Paket ist in der Regel günstig. Aber jede Kilowattstunde, die mehr verbraucht wird, ist vergleichsweise teuer.
  • Tarife ohne Grundpreis: Einige Stromversorger verzichten bei bestimmten Tarifen auf den Grundpreis. Bezahlt wird dann ein verbrauchsabhängiger Arbeitspreis. Dieser liegt meist etwas höher als bei Tarifen mit Grundpreis. Meist muss zudem eine bestimmte Menge Strom abgenommen werden.
  • Tarife mit Vorauskasse: Tarife mit Vorauskasse gehören zu den günstigsten Tarifen. Kunden zahlen den gesamten Jahrespreis vorab. Verbraucherschützer raten von diesen Tarifen generell ab, denn der Versorger könnte pleitegehen.

dpa-Magazin / mag
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