Von wegen nur für Reiche: Golf entwickelt sich zum Volkssport

Golf ist eine Ballsportart, die sich zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung entwickelt hat. (Foto: Christian Hahn)

Es sieht einfach aus und gehört doch zu den kompliziertesten Sportarten. Sämtliche Muskeln werden in komplexen Abläufen beansprucht, um einen gerade mal 45 Gramm leichten Ball durch die Luft zu befördern.

Tausende Menschen finden sich auf dem "Green" ein, um einen kleinen Ball zu treffen und ihm hinterherzulaufen. Denn Golf ist nicht nur spannend, sondern auch gut für die Gesundheit. Der ganze Körper ist gefordert: Arme, Beine, selbst der Verstand bekommen ordentlich zu tun. Und das Schöne für alle, die sonst nur in Büroräumen sitzen, sie bewegen sich allein oder mit Freunden an der frischen Luft. Das Interesse an Golf wächst. Dieser Sport genießt seit Jahren den größten Zulauf unter allen Sportarten. Vom Minigolf ganz zu schweigen. Um zu jener Fangemeinde zu gehören, muss man nicht unbedingt klein - sprich "Mini" - anfangen, nein, man kann ruhig eine Nummer größer starten!

Vergleichen kann man die beiden Spiele nicht, denn Minigolf verhält sich zum echten Golf etwa so wie das Tischtennis zum Tennis. Doch beim Blick ins Portmonee muss der Sport den Vergleich nicht scheuen. Das Image des sündhaft teuren Sports nur für Reiche hat Golfspielen längst abgelegt. Egal, ob Platzreife, Ausrüstung oder Mitgliedschaft, Golf ist bezahlbar.

Beim Golf gilt es, den Ball mit möglichst wenigen Schlägen in ein Loch zu spielen. Bevor es aber auf den Golfplatz geht, lohnt sich die Investition in ein paar Trainingsstunden. Ein kompetenter Golflehrer wird von Beginn an Haltung und Schlagtechnik korrigieren, sodass sich der Erfolg schnell einstellt und Fehler sich gar nicht erst manifestieren. Schläger, Bälle und das Üben auf der Driving-Range sind in der Regel in den Kosten für die Übungsstunde bereits enthalten, die schon für etwa 40 Euro angeboten wird. Begriffe wie Birdie oder Bogey sind dann schon bald keine Vogelrasse oder Musikrichtung mehr. Die Eisen werden den richtigen Schwung bekommen und der Körper den richtigen Dreh. Beim Putten locht man mit etwas Minigolferfahrungen ohnehin locker ein.

Und dann ist es an der Zeit sich nach entsprechenden Spielmöglichkeiten umzusehen. Häufig stolpert man dabei über den Begriff Mitgliedschaft. Keine Sorge, auch hier ist Golf längst zu einem günstigen Wochenendvergnügen geworden. Das sogenannte "Pay&Play"-Prinzip (Zahlen und Spielen) ermöglicht es auf vielen (Kurz-)Plätzen rund um Berlin einfach nach Bezahlen einer kleinen Gebühr loszuspielen.


Sabine Kalkus / sabka
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