Verkehrsverbund erhöht Fahrpreise um fast drei Prozent

Berlin. Die Hauptstädter nutzen den Nahverkehr fleißig. Von 1000 Berlinern besitzen rein statistisch gesehen auch nur etwa 330 ein Auto. Im Bundesdurchschnitt sind es über 500.

Über die Fahrpreiserhöhungen von Bus und Bahn zum 1. August ist trotzdem kaum ein Berliner erfreut. So steigen die Preise im Schnitt um 2,8 Prozent. Der Einzelfahrausweis AB kostet nun 2,60 statt 2,40 Euro. Im Bereich ABC steigt der Preis um zehn Cent auf 3,20 Euro. Der Preis für eine Kurzstrecke Berlin erhöht sich von 1,40 Euro auf 1,50 Euro. Die Monatskarte verteuert sich im Bereich AB um einen auf 78 Euro und im Bereich ABC um zwei auf 97 Euro. Schuld daran sind nach Aussagen des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) neben den gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreisen die Personalkosten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Nach den letzten Tarifverhandlungen sowohl in Berlin als auch in Brandenburg bekommen die Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen höhere Gehälter. Streiks konnten so abgewendet werden. "Reich wird davon aber immer noch keiner", sagt VBB-Sprecher Eike Arnold kritisch zu den gestiegenen Personalkosten. Wächst Berlin weiter so stark und kommen auch künftig immer mehr Touristen, sei es unumgänglich, dass die Kosten noch weiter ansteigen, erklärt Eike Arnold. Dann müsse nämlich auch das Verkehrsnetz wachsen und vor allem die Ränder der Stadt müssten mit mehr Bussen und Bahnen und damit auch mit mehr Personal versorgt werden. "Natürlich ist das erst einmal ärgerlich für die Berliner, aber wir arbeiten auch ständig daran, dass die Qualität des Nahverkehrs steigt", so der VBB-Sprecher. Damit meint Arnold vor allem die neuen Anzeigetafeln an vielen Haltestellen und dass es bald einen online abrufbaren digitalen Verspätungsanzeiger gibt.


Jana Tashina Wörrle / jtw
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