Entlastung naht: Mit 20 Mitarbeitern soll das Bürgeramt Mitte aufgestockt werden

Moabit. Bürgermeister Christian Hanke (SPD) erwartet vom Sommer an eine spürbare Entlastung der Bürgerämtern. Das Bürgeramt im Rathaus Tiergarten wird um 20 Mitarbeiter aufgestockt.

Mitte hat für alle zwölf Berliner Bezirke die zentrale Akquise der neuen Mitarbeiter übernommen. 1000 Bewerber haben sich auf die 50 ausgeschriebenen Stellen beworben. Ende März findet die Auswahl der neuen Mitarbeiter statt. Am 1. Mai sollen die neuen Kollegen beginnen.

Sorgen macht sich Christian Hanke wegen möglicher langer Warteschlangen. Das Rathaus Tiergarten kämpft mit Raumproblemen. Die Stärke der künftigen Besucherströme ist unbekannt. Hanke will in Mitte die Öffnungszeiten von 35 auf 50 Stunden in der Woche ausdehnen und denkt laut darüber nach, den BVV-Saal oder den Balkonsaal als Wartebereich einzurichten oder hinter dem Rathaus ein Zelt aufstellen zu lassen.

Schwierige Unterbringung

Weiterhin problematisch bleibt die Unterbringung von Flüchtlingen. Diejenigen, die von Obdachlosigkeit bedroht seien, so Hanke, blieben vorerst in Not- und Gemeinschaftsunterkünften. Die Idee von Sozialstadtrat Stephan von Dassel (Grüne), Bettenkontingente in Hostels anzumieten, höre sich gut an, sei aber teuer, sagt Hanke. Und weil es „quer“ zur Haushaltsordnung des Landes sei, lässt der Bürgermeister die Sache von der Senatsverwaltung für Finanzen prüfen.

Berlin will ab sofort für 600 Millionen Euro an 60 Standorten modulare Unterkünfte für Flüchtlinge errichten. In jedem Bezirk sollen fünf dieser „Häusergruppen in Leichtbauweise“ – eine Art Plattenbau aus Stahlbetonfertigteilen – für jeweils 450 Menschen aufgebaut werden. Hinzukommen berlinweit 30 Containerdörfer. Bürgermeister Christian Hanke weiß nicht, wo die Module in Mitte stehen sollen. Gemunkelt wird über den Parkplatz hinter dem Haus der Statistik oder über den Zentralen Festplatz.

Hanke erwähnt das Bahngelände am hinteren Humboldthain und die Julius-Leber-Kaserne, wo die Gebäude ungenutzt seien. Eines will Christian Hanke auf keinen Fall: Die „Wiesenburg“, ein lang gehegtes Projekt für ein soziokulturelles Zentrum in der Wiesenstraße 55 in Wedding, soll nicht durch eine Flüchtlingsunterkunft verhindert werden. KEN
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