Vom Anblick hausgemachter Brötchen und leckerer Naschereien

Foto: Christopher Förster
Gewiss, einen Mangel an Bäckereien und Konditoreien gibt es bei uns in Rudow nicht und jeder von uns hat garantiert seinen eigenen Favoriten. Ein Familienbetrieb gilt allerdings immer noch als kleiner Geheimtipp. Und das, obwohl er bereits auf eine sehr lange Tradition zurückblicken kann: Neumann‘s kleine Backstube.

„Alleine der Anblick und der Duft beim Betreten der Bäckerei sind verführerisch“, schwärmt die Neuköllner CDU-Bundestagsabgeordnete Christina Schwarzer, als sie an einem Mittwochmorgen um Punkt 8 Uhr die Bäckerei betritt. Es ist richtig was los, ein Kunde nach dem anderen betritt das Geschäft im Meißner Weg 54. Brötchen und Brot, natürlich alles selbstgebacken. Dazu frisch aufgebrühter Kaffee, die morgendliche Zeitung, freundliche und schnelle Bedienung… Was will man mehr?

Geführt wird Neumann‘s kleine Backstube von den beiden Bäckermeisterinnen Anna Reidemeister und ihrer Mutter Astrid Neumann. Diese weist gerne selbst schmunzelnd darauf hin, dass im Meißner Weg die Frauen den Hut aufhaben, auch wenn sie nicht auf die Unterstützung des Gesellen und Ehemanns von Anna Reidemeister, Boris Reidemeister, verzichten wollen. Denn wie fast alle inhabergeführte mittelständischen Unternehmen, leidet auch Neumann’s kleine Backstube unter dem zunehmenden Azubi- und Fachkräftemangel. Entweder würden die Jugendlichen nach der Schulausbildung lieber studieren oder Berufe erlernen, bei denen man nicht um 2 Uhr morgens aufstehen müsse.

„Das Handwerk ist so wichtig, wie die Luft zum Atmen! Daher setze ich mich für ein besseres Bild in der Öffentlichkeit genauso ein, wie für weniger Bürokratie. Und als Familienpolitikerin ist mir wichtig, dass Unternehmer Familie und Firma vernünftig unter einen Hut bringen können“, sagt Schwarzer. „Vielleicht liest der ein oder andere engagierte Schüler diesen Artikel und meldet sich?“

Dann wird es Zeit für die Bundestagsabgeordnete aufzubrechen. Während die beiden Bäckerinnen ihr frühes Haupttagewerk morgens um 9 bereits hinter sich haben, beginnt für Christina Schwarzer ein langer Tag im politischen Berlin. Selbstverständlich mit einer Stärkung von einer Bäckerei, die spätestens jetzt kein Geheimtipp mehr sein dürfte.
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