Pankow würdigt seine große Dichterin

Gerhard Wolf und Bürgermeister Sören Benn enthüllten gemeinsam mit der Bildhauerin Christine Deverny die Skulptur „Maske der Medea“. (Foto: Bernd Wähner)

Pankow. Pankow erinnert jetzt am Amalienpark an eine seiner prominentesten Bürgerinnen mit einem Kunstwerk.

Die Schriftstellerin Christa Wolf war am 1. Dezember 2011 nach langer Krankheit gestorben. Ihre Biografie ist untrennbar mit Pankow verbunden. Deshalb beschloss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), dass an Christa Wolf in geeigneter Form erinnert werden soll.

Anlässlich des fünften Todestages der Schriftstellerin fand nun eine Feierstunde im Kavalierhaus in der Breiten Straße 45 statt. Außerdem wurde vor dem Wohnhaus am Amalienpark 7 die Skulptur „Maske der Medea“ enthüllt. Die Pankower Künstlerin Christine Dewerny hatte sie bereits vor Jahren geschaffen. Für die Aufstellung arbeitete sie der Restaurator Manfred Sährig auf. Weiterhin wurde auf dem Grundstück eine Gedenktafel enthüllt, die Martin Hoffmann entwarf.

Christa Wolf wurde 1929 in Landsberg an der Warthe geboren. Nach der Flucht vor den anrückenden sowjetischen Truppen fand die Familie 1945 zunächst in Mecklenburg eine neue Heimat. Von 1949 bis 1953 studierte Christa Wolf Germanistik in Jena und Leipzig. 1961 debütierte sie als Schriftstellerin mit ihrer „Moskauer Novelle“. Seit 1962 ist sie freie Schriftstellerin. Mit ihren Büchern „Der geteilte Himmel“, „Kassandra“, „Kindheitsmuster“, „Kein Ort. Nirgends“ und „Medea. Stimmen“ wurde sie weltbekannt.

Seit 1951 ist Christa Wolf mit dem Schriftsteller Gerhard Wolf verheiratet. Mit ihm lebte sie zunächst bis 1976 in Kleinmachnow, danach in Pankow. Gerhard Wolf bedankte sich bei der Enthüllung von Skulptur und Gedenktafel für die Bemühungen des Bezirks, seine verstorbene Frau in Pankow zu würdigen.

Die Vorsitzende der Christa-Wolf-Gesellschaft, Dr. Therese Hörnigk, würdigte während der Feierstunde im Kavalierhaus das außergewöhnliche Wirken der Schriftstellerin. „Was von ihr bleibt, ist ihre Literatur, die die Zeit überdauern wird“, sagt sie. Bürgermeister Sören Benn (Die Linke) bedankte sich namens des Bezirksamtes bei allen, die das Aufstellen von Skulptur und Gedenktafel ermöglichten. BW
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