Sören Benn von der Linkspartei übernimmt Chefsessel von Matthias Köhne (SPD)

Pankow. Der Bezirk hat einen neuen Bürgermeister. Sören Benn (Die Linke) wurde auf der konstituierenden Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zum neuen Rathauschef gewählt.

Zuvor gingen die Fraktionen von Linkspartei, Grünen und SPD eine Zählgemeinschaft ein. Mit der Wahl eines neuen Vorstandes begann das Bezirksparlament seine Konstituierung. Zum Vorsteher wurde der 59-jährige Michael van der Meer (Die Linke) gewählt. Bei der folgenden Wahl des neuen Bürgermeisters erhielt Sören Benn alle Stimmen der vereinbarten Zählgemeinschaft. Der 48-Jährige mit den Berufen Baufacharbeiter, Diplom-Sozialarbeiter und Schauspieler ist derzeit noch Vorsitzender seiner Partei in Pankow. Nach der Wahl zum Bürgermeister gibt er dieses Amt ab. Zum stellvertretenden Bürgermeister ist erneut Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) gewählt worden. Weiterhin ist Rona Tietje, die bisherige SPD-Fraktionsvorsitzende, neues Mitglied im Bezirksamt.

Die AfD nominierte Nicolas Seifert für den ihr zustehenden Sitz im neuen Bezirksamt. Der 42-jährige Projektmanager war allerdings „bis Mittwochabend im lange geplanten Jahresurlaub“, wie er erklärte. Deshalb konnte sich Nicolas Seifert nicht den anderen Fraktionen vorstellen. So fiel er in einem ersten Wahlgang durch. Er erhielt nur die acht Stimmen seiner eigenen Fraktion. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Stephan Wirtensohn beantragte daraufhin die Vertagung der Wahl des Stadtrats, „damit die anderen Fraktionen die Möglichkeit haben, unseren Kandidaten kennenzulernen“.

Ein großes Fragezeichen hinterließ die CDU-Fraktion. Eigentlich sollte sich ihr bisheriger Stadtrat Torsten Kühne erneut zur Wahl stellen. Als die Wahl dann anstand, beantragte Fraktionschef Johannes Kraft überraschend die Vertagung auf die nächste Sitzung der BVV. Diese wird am 16. November um 17.30 Uhr im BVV-Saal, Fröbelstraße 17, stattfinden. Nichtsdestotrotz hat Pankow mit den drei Gewählten bereits ein arbeitsfähiges Bezirksamt. Der Bürgermeister und die beiden Stadträte werden zunächst die Ressorts für die beiden noch fehlenden Bezirksamtsmitglieder kommissarisch mit übernehmen. BW
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