Fünf Kilometer Lärmschutz: Entlang der Bahngleise soll es ruhiger werden

Pankow. Die Deutsche Bahn AG möchte entlang eines Teils ihrer Gleise im Bezirk Lärmschutzwände errichten. Damit das möglich wird, brachte das Eisenbahn-Bundesamt ein Planfeststellungsverfahren auf den Weg.

Vorgesehen ist, Lärmschutzwände im Pankower Gleisbereich Kilometer 3,7 bis Kilometer 8,5 zu errichten. Dabei handelt es sich um den Streckenabschnitt von der Eisenbahnüberführung an der Esplanade bis zum nördlichen Ende des S-Bahnsteigs am Bahnhof Blankenburg. Vorgesehen ist, in diesem Bereich links und rechts der Bahntrasse Lärmschutzwände aufzustellen. Damit soll der Lärm der S-Bahn-Linie 2, vor allem aber der Lärm auf den Gleisen der Fernbahnstrecke 6081 Gesundbrunnen – Stralsund vermindert werden.

Der Bund zahlt

Dass sich die Bahn zu solch einer freiwilligen umfassenden Lärmsanierung entschloss, ist zum einen der Pankower BVV zu verdanken, zum anderen der Bundesregierung, die die Mittel dafür bereitstellt.

Anwohner der Bahnstrecke wandten sich bereits vor zehn Jahren an die Pankower Verordneten und beklagten, dass der Schienenlärm stetig zunimmt. Zwar sei es begrüßenswert, dass die Zahl der Transporte auf den Schienen zunimmt. Allerdings steige damit zugleich der Lärmpegel für die Anwohner.

Deshalb setzte sich die Pankower Bezirkspolitik vehement für Lärmschutzmaßnahmen an den Bahngleisen ein. Mit Erfolg: Neben den Lärmschutzwänden sollen auch schalldämmende Bauteile in Wohngebäuden entlang der Trasse eingebaut werden.

Weil es sich beim Aufbau von Lärmschutzwänden um einen erheblichen Eingriff in bestehende Bahnanlagen handelt, ist ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen. In dem geht es nicht nur um die reine Bauplanung, sondern auch um Umweltauswirkungen. Damit sich jeder einen Überblick verschaffen kann, sind die Planungsunterlagen bis zum 2. Juni im Bezirksamt an der Darßer Straße 203, Zimmer 219, ausgelegt. Öffnungszeiten sind Montag bis Mittwoch von 9 bis 15 Uhr, Donnerstag von 9 bis 18 Uhr sowie Freitag von 9 bis 13 Uhr sowie nach Vereinbarung unter  902 95 86 03.

Zu diesen Zeiten kann jedermann auch seine Hinweise und Einwendungen einreichen. Für den 19. Juli ist dann eine Erörterungsveranstaltung geplant. BW
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