Netz fit machen: Verordnete erarbeiten Vorschläge für den neuen Verkehrsplan des Senats

Wie soll sich der öffentliche Personennahverkehr in Pankow entwickeln?

Damit beschäftigten sich Verkehrsausschuss und Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf ihren jüngsten Sitzungen. Die Einwohnerzahl im Bezirk nimmt stetig zu. Im Bezirksamt geht man davon aus, dass dieser Tage die magische Grenze von 400 000 Einwohnern überschritten wird. Aber weitere Stadtquartieren sind in Planung. So wie sich der Wohnungsbestand entwickelt, muss sich auch der ÖPNV weiter entwickeln. Darin sind sich die Verordneten einig. Bereits jetzt gibt es vor allem im Norden Pankows Probleme. In Spitzenzeiten sind Busse, S- und Straßenbahnen übervoll.

Derzeit erarbeitet der Senat einen neuen Entwurf des Stadtentwicklungsplanes (STEP) Verkehr. Damit nicht an den Bezirken vorbeigeplant wird, sind diese zur Zuarbeit aufgefordert. Was sich Pankow wünscht, haben die Verordneten jetzt beschlossen. Als kurzfristige Maßnahme (Umsetzung ab 2022) wird die Verlängerung der Straßenbahnlinie M2 von Heinersdorf über das geplante Neubaugebiet Blankenburg-Süd, den S-Bahnhof Blankenburg bis zur Straßenbahntrasse der Linie 50 in der Pasewalker Straße vorgeschlagen. Des Weiteren sollte es das Netz der Tram vom Bahnhof Pankow über das Gelände des früheren Rangierbahnhofs und Heinersdorf zum Pasedagplatz erweitert werden.

Als mittelfristige Maßnahmen (ab 2027) schlagen die Verordneten den Neubau einer Straßenbahntrasse vom Rathaus Pankow über Wollank- und Pankstraße bis zum U-Bahnhof Turmstraße vor. Weiterhin müssten der Rosenthal-Ast der Straßenbahnlinie M1 von Rosenthal-Nord zum S- und U-Bahnhof Wittenau verlängert werden und die alte Stammstrecke der Heidekrautbahn bis Gesundbrunnen wieder in Betrieb genommen werden. Dabei soll dann auch der Haltepunkt Blankenfelde wiederhergestellt werden.

Langfristig gesehen (ab 2035) wünschen sich die Verordneten eine Straßenbahntrasse von Prenzlauer Berg zum Ostbahnhof. Diese sollte über die Ostsee-, Michelangelo- und Kniprodestraße führen. Auch eine Ergänzung des Tramnetzes von Am Steinberg/Prenzlauer Promenade bis zur Pasewalker Straße ist angedacht. Den Bau neuer U-Bahnstrecken wie von Osloer Straße bis Pankow Kirche oder vom Alexanderplatz nach Weißensee befürworten die Verordneten indes nicht.
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